Tag 66, Coronakrise, Sonntag

Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag mit Euren Lieben. Ich schaue mir gerade den ZDF Gottesdienst an. Es wurde gerade das Lied gesungen:

Meine Zeit steht in Deinen Händen…

Du bist nicht allein., ich bin nicht allein, wir sind nicht allein…

Ihr seid nicht allein.

 

Ich bin da und Du bist nicht allein…

Ich sehe was, was du nicht siehst und ich bin bei dir sagt Gott.

Impuls für den Tag

Sonntag, den 24.05.2020

Aus dem Evangelium
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir! Joh 17,11

Gedanken
Pfingsten als Fest des Glaubens wird in der Öffentlichkeit kaum mehr wahrgenommen. Auch für Gläubige bleibt Pfingsten oft seltsam abstrakt. Doch Pfingsten könnte hoch aktuell sein. Einerseits als Fest der Spiritualität für die Gläubigen in der Kirche, weil der Glaube nur geistlich erfasst werden kann. Wie mühsam, wenn die Bibel nur als historisches Buch und die Dogmen nur mit einer Alltagslogik und nicht spirituell diskutiert werden! Andrerseits ist Pfingsten als Fest des Geistes für die gesamte Gesellschaft aktuell. Es ist entscheidend, in welchem Geist wir zusammenleben. Nur in einem Geist, der auch für das Geistig-Geistliche offen ist, können wir mit den verschiedenen Lebensstilen umgehen. Nur in einem Geist, der beziehungsfähig macht, fühlen wir uns von den Fremden nicht bedroht. 

P. Dr. Christian M. Rutishauser SJ

Gebet
Herr, lass uns spüren, wie du in uns bist und wir in dir geborgen. Hilf uns in die Vertrautheit einzutauchen, die Jesus mit dir hatte und die du uns in ihm geschenkt hast.

Tag 8, Coronakrise, Mutmachvideo

Hier findet ihr ein Mutmachvideo von den Influcancern, Wir wollen Euch allen Mutmachen in dieser schweren Zeit.

Ich wünsche Euch und Euren Familien allen einen schönen Start in die neue Woche.

Tag 10 und 11 Tai Qigong, Nachdenken über die Pilgerwanderung und Erkenntnisse

Tag 10 und 11. Tai Qigong, Nachdenken über die Pilgerwanderung und meine Erkenntnisse

Heute früh stand ich schon sehr zeitig auf, duschte mich und ging zu meiner Lymphdrainage. Es tat mir sehr gut. Ich fühlte mich pudelwohl.

Am Vormittag fuhr ich dann zusammen mit meiner Nachbarin nach Altfriesack zum Tai Qigong. Wir machten dort wieder sehr tolle Übungen mit anschließender Entspannung. Als ich dann nach Hause kam traf ich auf eine nette Frau vor meiner Haustür. Wir unterhielten uns eine ganze Weile miteinander. Sie strahlte auch so viel Ruhe aus. Ich erzählte Ihr von meiner Pilgerwanderung in der vergangenen Woche. Diese Pilgerwanderung strahlt immer noch sehr auf mein Denken und Handeln aus. Es war eine ganz tolle und intensive Woche, in der ich wieder zu mir selbst gefunden habe. Ich habe mit jedem Einzelnem aus der Gruppe ganz tolle Gespräche geführt.

Lieber Georg, Du hast mich ganz besonders beeindruckt. Hier drucke ich mal einen Ausschnitt aus einer Nachricht von Georg, kurz nach unserer Pilgertour.

Ich denke sehr oft an alle Gespräche und Eindrücke der letzten Woche. Ursprünglich wollte ich die Pilgerwanderung auf die sportliche und psychische Herausforderungen reduzieren, aber daraus wurde viel mehr. Den Kern der Tour bildete aus Georg seiner Sicht der intensive und ehrliche Erfahrungsaustausch. Es tat mir mal wieder so richtig gut, mich mit den anderen auszutauschen. Ich habe wieder gelernt, wie man sich nach schweren Schicksalsschlägen wieder aufrappeln und wie man mit angeblich ausweglosen medizinischen Prognosen umgehen und oft als Sieger hervorgehen kann. Und Sieger sind wir alle, können uns doch mit besten Gewissen auf unsere Schulter klopfen. Erst zum Ende ist mir die Bedeutung dieser Pilgertwanderung so richtig bewusst geworden. Egal, ob mit oder ohne Glauben an Gott (an sich glauben, ist das Wichtigste), bleibt für mich diese Pilgerwanderung als ein hervorragendes, bleibendes Erlebnis und Werkzeug (auch Tür-Öffner) zugleich zur optimistischen und positiven Lebenseinstellung.

Hier findet ihr noch ein Gedicht, dass der liebe Georg über die Pilgerwanderung geschrieben hat. :

Gedicht von Georg

Das nachfolgende Lied sangen wir zu Beginn eines jeden Tages in einem geschlossenen Kreis miteinander. Es hat mir jedesmal Gänsehaut verpasst.

Wechselnde Pfade, Schatten und Licht, alles ist Gnade, fürchte dich nicht…….

Sonntag, 05.03.2017, Frühlingsspaziergang

Link zu Google Books

Mein Leben mit Brustkrebs

Eines meiner Lieblingsbeschäftigungen derzeit ist das walken durch den Wald. Ich entdecke jeden Tag in der Natur soviel Neues. Heute z.B. habe ich einen Zitronenfalter gesehen. Er leuchtete so schön gelb. Der Zitronenfalter flog ganz aufgeregt von Baum zu Baum. Die Frühlingsluft einzuatmen ist auch etwas ganz besonderes für mich. Auf dem See schwammen Enten, Schwäne lustig herum. Sie freuen sich auch über die Sonne und den nahenden Frühling.

In der Frühlingszeit fühle ich mich oft etwas schwach und müde. Aber dann gehe ich an die frische Luft und betrachte die Natur und dann ist meine Müdigkeit weck.


Ich glaube durchaus, dass diese Symptome von Fatique durchaus auch nach so langer Zeit auftreten können. Bei mir war das auch so. Mein Gehirn kann alles ziemlich gut verdrängen. Zunächst überwog die Euphorie, den Krebs besiegt bzw. im Griff zu haben. Fast drei Jahre später merkte ich dann, dass es mir manchmal gar nicht gut ging.  Was bei mir dir Rettung war: Sport! Ob es meine Sportgruppe, Pilates oder Yoga ist oder Laufen und Walking oder das Rudern, egal, mach etwas was dir Spass macht. Das verteibt das Fatigue- Syndrom, macht wunderbar gute Laune und du fühlst dich hinterher jedesmal stärker und gesünder!

Fatique

Fatique ist französisch und bedeutet Müdigkeit. Es gibt aber auch das Fatique-Syndrom und das ist mehr als Müdigkeit: Tiefe Erschöpfung, Schmerzen im Kopf und Gelenken und Konzentrationsschwäche gehören dazu. Wochenlang kann dieser Zustand andauern. Arbeiten oder Zeit mit der Familie verbringen ist dann kaum möglich. Ob Fatique von der anstrengenden Krebsbehandlung kommt oder vom gesamten Stress weiß ich nicht. 90 % der Krebspatienten leiden zeitweise unter Fatique-Beschwerden. Manche ca. 20 % – 50 % dauerhaft.

Ich fühle mich an der frischen Luft sehr wohl. Auch kleine Gartenarbeit macht mir Spaß.

Liebe Alke, ich habe mir hier mal Dein Gedicht herein kopiert. Ich finde es passt sehr zu mein heutigen Post. Liebe Frühlingsgrüße von Andrea. 

Foto

Beim stöbern im Ruppiner Anzeiger vom 24.Februar 2017 habe ich folgenden Artikel gefunden.
“Es gibt Fortschritte” Krebsspezialist Michael Kiehl über die Versorgung von Tumorpatienten in Brandenburg.

Herr Prof.Kiehl ( Chefarzt am Klinikum Frankfurt (Oder)) , rund 15400 Menschen sind 2014 neu an Krebs erkrankt. Das entspricht der Bevölkerung einer Kleinstadt in Brandenburg. Sehen Sie über die Jahre  eine Zu- oder Abnahme der Erkrankungen?

Die Erkrankungen nehmen zu. Das hängt mit unserer alternden Gesellschaft zusammen. Mit zunehmenden Alter steigt das Krebsrisiko. 

Welche sind das? 

Ich erwarte, dass beispielsweise Hautkrebserkrankungen häufiger auftreten. Je älter ein Mensch ist, desto länger war er in seinem Leben in der Sonne ausgesetzt. 

Welche Krebsarten treten derzeit im Land häufiger auf?

Bauchspeicheldrüsenkrebs, Magenkarzinom, Tumore des Dick- und Mastdarms sowie Harnblasen- und Nierenzellkarzinome kommen öfter vor. Bei den Frauen nehmen die Lungentumore zu. 

Wo sehen Sie derzeit vor allem die Defizite in der Versorgung? 

Hausärzte, Krankenhäuser und onkologische Schwerpunktpraxen kommuniszieren noch nicht gut miteinander. 

Die Diagnose Krebs ist eine schwere psychische Belastung für die Betroffenen. Gibt es genug Psychater, Psychologen, die helfen?

Die psychologische Betreuung muss deutlich stärker ausgebaut werden. Es fehlen vor allem niedergelassene Psychoonkologen.

Wenn Sie fünf Jahre vorrausschauen – was sollte sich dann vor allem verbessert haben?

Wir sollten zu einem guten Miteinander von Hausärzten, Kliniken und onkologischen Schwerpunktpraxen kommen. Heute wird viel zu viel gegeneinander gearbeitet. 

Wo wird die Entwicklung bei der Behandlung hingegen? Worauf dürfen Betroffene hoffen?

Die Forschung gewinnt immer neue Erkenntnisse, es gibt neue Medikamente. Bei fortgeschrittenen Hautkrebs konnte mit modernen Medikamenten die Lebenszeit verlängert werden. Bestimmte, bisher unheilbare, tödliche Leukämien können heute so behandelt werden, daß der Patient damit weiterleben kann wie mit einer chronischen Krankheit. Bei vielen Krebserkrankungen wird es nächster Zeit Fortschritte geben. Ich rechne damit bei Lungenkrebs, bei Brustkrebs.