Tag 3 Coronakrise in Deutschland

Leider überschneiden sich die Nachrichten gerade sehr. Es gibt nun auch den 1.Coronainfizierten in OPR. Ich mache mir große Sorgen, dass es jetzt auch hier vor Ort schlagartig ansteigen könnte. Es macht mich sehr traurig und auch sehr Nachdenklich was zur Zeit in Italien, Frankreich und eigentlich auf der ganzen Welt passiert. Ich halte mich ab heute größtenteils zu Hause auf. Allerdings habe ich heute Abend noch einen kleinen Spaziergang in Richtung Altfriesack unternommen. Noch vor 2 Wochen hätte ich nicht gedacht, dass die Lage so ernst ist. Aber wir wurden und werden alle eines Besseren belehrt. Das allgemeine Leben, was Sozialkontakte angeht stellt uns alle auf eine harte Probe. Ich hoffe nur, dass diese ungewisse Zeit nicht so lange anhält. Ich denke zwar immer positiv, aber leider gelingt es mir nicht immer. Ich versuche mich derzeit mit Lesen abzulenken. Am Tage halte ich mich sehr viel in meinem kleinen Garten vorm Haus auf.

Was macht ihr so alle schönes, um Euch abzulenken?

Sonnenuntergang an der Wustrau Altfriesacker Badestelle
Eine ganz liebe E-Mail hat mich heute erreicht, vielen Dank dafür liebe Elke. Es ist sehr wichtig, dass wir alle im Austausch miteinander bleiben. Es gibt einen Halt und Kraft in dieser schweren Krise, nur so können wir es gemeinsam überstehen.
Ein kleiner Ausschnitt aus der E-Mail:

Krebs vereint uns

Hallo meine Liebe, Ich möchte Dir liebe Grüße und eine Extraportion Kraft senden. Ich werde am 4.4. nun 57 (die Zeit fliegt)! Ich selbst habe 2 unterschiedliche Krebserkrankungen gehabt..Die letzte Erkrankung war ein Non-Hodgkin-Lymphom das bei Erstdiagnose bereits Stadium III/IV war…mit schlechter Prognose. Obwohl diese Erkrankung und die Folgen/Spätfolgen mein Leben auf unschöne Art beeinflussen, habe ich entgegen allen Prognosen überlebt. Dasselbe wünsche ich Dir…egal was man dir sagt, es kann 10mal anders kommen/ausgehen. Ich würde mich freuen von Dir zu hören und drücke Dich herzlichst, Alles Liebe, Elke

Hallo liebe Elke,

 

vielen lieben Dank für Deine liebe E-Mail, über die ich mich sehr gefreut habe. Ja Du hast so Recht damit, der Krebs vereint uns.

 In diesen Zeiten ist es mehr als Notwendig, wenn wir uns gegenseitig Mut machen und uns stärken. Wir dürfen nur nicht die Hoffnung verlieren. Am Ende wird alles gut. Und trotzdem mache ich mir große Sorgen, dass nach Corona nichts mehr so sein wird wie vorher. Wir werden auf alle Fälle sehr viel vorsichtiger mit unseren Sozialkontakten umgehen. Aber ich glaube auch daran, dass wir alle näher zusammenrücken und gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.

 

Bleibe Du schön gesund, ich freue mich über einen Austausch mit Dir.

Liebe Grüße von Andrea

https://www.influcancer.com/events/influcancer-2020/nominierungen-influcancer-2020/

Sonntag, 05.03.2017, Frühlingsspaziergang

Link zu Google Books

Mein Leben mit Brustkrebs

Eines meiner Lieblingsbeschäftigungen derzeit ist das walken durch den Wald. Ich entdecke jeden Tag in der Natur soviel Neues. Heute z.B. habe ich einen Zitronenfalter gesehen. Er leuchtete so schön gelb. Der Zitronenfalter flog ganz aufgeregt von Baum zu Baum. Die Frühlingsluft einzuatmen ist auch etwas ganz besonderes für mich. Auf dem See schwammen Enten, Schwäne lustig herum. Sie freuen sich auch über die Sonne und den nahenden Frühling.

In der Frühlingszeit fühle ich mich oft etwas schwach und müde. Aber dann gehe ich an die frische Luft und betrachte die Natur und dann ist meine Müdigkeit weck.


Ich glaube durchaus, dass diese Symptome von Fatique durchaus auch nach so langer Zeit auftreten können. Bei mir war das auch so. Mein Gehirn kann alles ziemlich gut verdrängen. Zunächst überwog die Euphorie, den Krebs besiegt bzw. im Griff zu haben. Fast drei Jahre später merkte ich dann, dass es mir manchmal gar nicht gut ging.  Was bei mir dir Rettung war: Sport! Ob es meine Sportgruppe, Pilates oder Yoga ist oder Laufen und Walking oder das Rudern, egal, mach etwas was dir Spass macht. Das verteibt das Fatigue- Syndrom, macht wunderbar gute Laune und du fühlst dich hinterher jedesmal stärker und gesünder!

Fatique

Fatique ist französisch und bedeutet Müdigkeit. Es gibt aber auch das Fatique-Syndrom und das ist mehr als Müdigkeit: Tiefe Erschöpfung, Schmerzen im Kopf und Gelenken und Konzentrationsschwäche gehören dazu. Wochenlang kann dieser Zustand andauern. Arbeiten oder Zeit mit der Familie verbringen ist dann kaum möglich. Ob Fatique von der anstrengenden Krebsbehandlung kommt oder vom gesamten Stress weiß ich nicht. 90 % der Krebspatienten leiden zeitweise unter Fatique-Beschwerden. Manche ca. 20 % – 50 % dauerhaft.

Ich fühle mich an der frischen Luft sehr wohl. Auch kleine Gartenarbeit macht mir Spaß.

Liebe Alke, ich habe mir hier mal Dein Gedicht herein kopiert. Ich finde es passt sehr zu mein heutigen Post. Liebe Frühlingsgrüße von Andrea. 

Foto

Beim stöbern im Ruppiner Anzeiger vom 24.Februar 2017 habe ich folgenden Artikel gefunden.
“Es gibt Fortschritte” Krebsspezialist Michael Kiehl über die Versorgung von Tumorpatienten in Brandenburg.

Herr Prof.Kiehl ( Chefarzt am Klinikum Frankfurt (Oder)) , rund 15400 Menschen sind 2014 neu an Krebs erkrankt. Das entspricht der Bevölkerung einer Kleinstadt in Brandenburg. Sehen Sie über die Jahre  eine Zu- oder Abnahme der Erkrankungen?

Die Erkrankungen nehmen zu. Das hängt mit unserer alternden Gesellschaft zusammen. Mit zunehmenden Alter steigt das Krebsrisiko. 

Welche sind das? 

Ich erwarte, dass beispielsweise Hautkrebserkrankungen häufiger auftreten. Je älter ein Mensch ist, desto länger war er in seinem Leben in der Sonne ausgesetzt. 

Welche Krebsarten treten derzeit im Land häufiger auf?

Bauchspeicheldrüsenkrebs, Magenkarzinom, Tumore des Dick- und Mastdarms sowie Harnblasen- und Nierenzellkarzinome kommen öfter vor. Bei den Frauen nehmen die Lungentumore zu. 

Wo sehen Sie derzeit vor allem die Defizite in der Versorgung? 

Hausärzte, Krankenhäuser und onkologische Schwerpunktpraxen kommuniszieren noch nicht gut miteinander. 

Die Diagnose Krebs ist eine schwere psychische Belastung für die Betroffenen. Gibt es genug Psychater, Psychologen, die helfen?

Die psychologische Betreuung muss deutlich stärker ausgebaut werden. Es fehlen vor allem niedergelassene Psychoonkologen.

Wenn Sie fünf Jahre vorrausschauen – was sollte sich dann vor allem verbessert haben?

Wir sollten zu einem guten Miteinander von Hausärzten, Kliniken und onkologischen Schwerpunktpraxen kommen. Heute wird viel zu viel gegeneinander gearbeitet. 

Wo wird die Entwicklung bei der Behandlung hingegen? Worauf dürfen Betroffene hoffen?

Die Forschung gewinnt immer neue Erkenntnisse, es gibt neue Medikamente. Bei fortgeschrittenen Hautkrebs konnte mit modernen Medikamenten die Lebenszeit verlängert werden. Bestimmte, bisher unheilbare, tödliche Leukämien können heute so behandelt werden, daß der Patient damit weiterleben kann wie mit einer chronischen Krankheit. Bei vielen Krebserkrankungen wird es nächster Zeit Fortschritte geben. Ich rechne damit bei Lungenkrebs, bei Brustkrebs.