Zahnarztbesuch

Seit ein paar Tagen hat mir mein Unterkiefer weh getan. Ich habe gespült und mir laufend die Zähne geputzt, aber es hat nichts geholfen. Gestern Abend rief ich denn bei einer Bereitschaftszahnärztin an und erzählte ihr von meinem Schmerz. Sie gab mir gleich einen Termin für heute.

Das fand ich sehr gut, dass ich nicht so lange auf einen Termin warten musste. Auch die Zahnärztin war sehr freundlich zu mir.

Vorhin war es dann soweit. Ich hatte vorher ganz schöne Angst.

Nachdem ich den Fragebogen ausgefüllt habe, begrüßte mich ein junger Arzt und erklärte mir, dass wir auf keinen Fall den entzündeten Zahn ziehen werden, da ich ja Bisphosphonate bekomme. Da war ich ersteinmal beruhigt, weil ich ja gerne meine Zähne behalten möchte. Mir mussten damals vor meiner Bisphosphonatbehandlung 4 Backenzähne gezogen werden. Das war damals sehr schlimm für mich. Und nun muss ich sehr auf meine paar Zähnchen aufpassen. Ab und an war es schon mal entzündet. Das war immer sehr schmerzhaft.

Nun habe ich es wieder geschafft, mir geht es wieder gut.

Vielen lieben Dank für Euer Daumen drücken. Es hat mir geholfen. Ich habe eine kleine Entzündung im Unterkiefer. Ich hatte große Angst. Der Bereitschaftszahnarzt hat mir schnell geholfen. Er hat die Zahntaschen frei gemacht. Er sagte auch gleich, dass wir den Zahn auf keinen Fall ziehen, weil ich ja alle 1/4 Jahr das Bisphosphonat Zometa bekomme. Es ist alles nochmal gut gegangen. Ich ruh mich jetzt erst einmal aus.

Heute Abend ging es mir schon wieder sehr viel besser. Ich hatte spontan Lust ein Brokkoligericht zu kochen. Es macht mit Spaß in der Küche zu stehen zu schnippeln und zu kochen.

Tag 165, 166, Coronakrise, Wochenende

Impuls für den Tag

Sonntag, den 06.09.2020

Aus dem Evangelium
Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Mt 18,15a

Gedanken
Wo menschliche Zurechtweisung und wo gute Worte nichts mehr bewirken, da ist für uns Christen immer noch das Gebet da, die Fürbitte, so sagt Jesus. Und das sollte uns als christliche Familien, als christliche Gemeinschaften unterscheiden von allen anderen: Dass wir dann, wenn wir nicht mehr weiterwissen, immer noch beten können. Wie gut ist das! Denn das befreit uns doch vor dem Wahn, wir müssten alles selbst regeln. Wir können nicht alles regeln - und wir müssen es auch nicht. Manchmal ist es einfach besser, selbst den Mund zu halten – und einen Menschen, mit dem wir nicht mehr zurechtkommen, Gott anzuvertrauen, eben für ihn zu beten. Denn wer gerade betet, der kann wenigstens in dieser Zeit nichts Dummes sagen, nichts Falsches und nichts Verletzendes. 

Waldbreitbacher Franziskanerinnen

Gebet
Herr, Fehler mit anderen zu besprechen ist leicht. Aber wir tun uns oft schwer unter vier Augen und allein das zu klären, was geklärt werden muss. Dazu brauchen wir Mut. Schenk uns diesen Mut und die richtigen Worte, die einen neuen Weg weisen.

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Sonntag voll Sonnenschein und Lebensfreude.

Morgen fahre ich wieder in die Onkologie nach Neuruppin. Ich bekomme dann wieder meine 1/4jährliche #Zometa Infusion. Ich hoffe, dass ich diese Infusion wieder gut vertrage. Blut wird auch wieder abgenommen und geprüft. Dann benötige ich noch ein neues Rezept für Letrozol.

Tag 80, Coronakrise,  Zometainfusion

Ich wünsche Euch allen einen schönen Wochenstart.  Ich bin gerade in der Onkologie und bekomme meine 1/4 jährliche Zometainfusion.  Die Infusion läuft durch den Port in meinen Körper.  Es fühlt sich warm an und mir geht es gut.

Frühling, Zometainfusion in Zeiten von Corona

❤️❤️❤️

Frühling 2020

Es war der 16. März 2020, die Straßen waren leer, die Geschäfte geschlossen, die Leute kamen nicht mehr raus.
Aber der Frühling 🌱wusste nichts
Und die Blumen 🌸blühten weiter
Und die Sonne☀ scheinte
Und die Schwalben 🐦 kamen zurück
Und der Himmel 🌌 färbte sich rosa und blau
Morgens kneteten wir Brot 🍞 und backten Kuchen 🍰
Es wurde immer später dunkel und morgens kam das Licht 💡 früh durch die Fenster
Es war der 16. März 2020
Die Jugendlichen studierten online 👩‍💻
Und am Nachmittag spielte man unvermeidlich im Haus 🏡
Es war das Jahr, in dem man nur zum Einkaufen 🛒 rausgehen konnte
Alles wurde geschlossen
Auch die Büros, Hotels und Bars
Die Armee fing an, Ausgänge und Grenzen zu bewachen
Es gab nicht genügend Platz mehr für alle in Krankenhäusern 🏥
Und die Leute wurden krank
Aber der Frühling 🌱 wusste es nicht und er trieb Sprossen
Es war der 16. März 2020
Alle wurden unter Quarantäne 🦠 gestellt
Großeltern, Familien und Jugendliche
der Gesundheit wegen
Dann wurde die Angst echt
Und die Tage sahen alle gleich aus
Aber der Frühling 🌱 wusste es nicht, und die Rosen 🌹 blühten weiter
Es wurde wieder das Vergnügen entdeckt, zusammen zu essen
zu schreiben und zu lesen, man lies der Fantasie freien Lauf und aus Langeweile wurde Kreativität👨‍🎨
Manche lernten eine neue Sprache
Manche entdeckten die Kunst
Studenten büffelten für die letzte Prüfung, welche noch für den Abschluss fehlte
Der Eine merkte, dass er getrennt vom Leben war und fand zu sich zurück
Der Andere hatte aufgehört, mit Ignoranz zu verhandeln
Der Eine hat das Büro geschlossen 🚫 und ein Gasthaus mit nur vier Personen eröffnet
Der Andere verließ seine Freundin 💔 , um der Welt die Liebe zum besten Freund zu gestehen
Es gab jemanden, der Arzt 🥼 wurde, um jedem zu helfen, der es brauchte
Es war das Jahr, in dem man die Bedeutung der Gesundheit 👩‍⚕ und des wahren Leidens erkannte und vielleicht auch seine Berufung
Das Jahr, in dem die Welt aufzuhören schien
Und die Wirtschaft den Bach runterging,
aber sie hörte nicht auf, sie erfand sich neu
Und der Frühling wusste es nicht, und die Blumen ließen den Platz den Früchten
Und dann kam der Tag der Befreiung ❣
Wir waren im Fernsehen und der Premierminister sagte zu allen, dass der Notfall vorbei sei
Und, dass der Virus 🦠 verloren hatte
Das die Italiener 🇮🇹 alle zusammen gewonnen hatten
Und dann gingen wir auf die Straße
Mit Tränen 😭 in den Augen
Ohne Masken 😷 und Handschuhe
Umarmten unseren Nachbarn 🤍
Als wäre er unser Bruder
Und da kam der Sommer
Weil der Frühling 🌱 es nicht wusste
Und er war weiterhin dabei

Trotz allem
Trotz des Virus
Trotz der Angst
Trotz des Todes
Weil der Frühling es nicht wusste
Und lehrte alle
Die Kraft des Lebens.
❣🌸🌹🌱

sechszehntermärzzweitausendundzwanzig #ichbleibezuhause #erzähleweiter

Danke Heidemarie Becker für den schönen Text
geklaut bei Ulrich Dörr – danke für´s Teilen <3

Ich bekomme gerade meine Zometainfusion.
Die Infusion läuft gerade über den Port in meinem Körper. Es fühlt sich gut an. Allerdings werde ich etwas schläfrig. Ich habe in der Vergangenheit Nacht etwas unruhig geschlafen.
Heute ist es relativ leer in der Onkologie gewesen. Schön, dass ich trotzdem ram gekommen bin. Dadurch weil ich jetzt nur alle 1/4 jährlich da hin muss, habe ich mich sehr gefreut, dass es heute geklappt hat. Vielen lieben Dank an das gesamte Team.

Zometagabe und Arztgespräch mit Auswertung CT Thorax

Leider hat sich bei mir ein Pleuraerguss eingestellt. Der Arzt sagte mir das ich zwischen Rippen und der Lunge Wassereinlagerungen habe. Er wollte es gleich punktieren. Aber ich musste erst einmal alles verstehen, was er mir da so sagte.

Hallo Ihr Lieben alle hier, ich wünsche Euch allen einen wundervollen Tag. Wie ich Euch ja bereits erzählt habe, hatte ich am Montag das Arztgespräch mit der CT Thorax Auswertung. Leider hat sich bei mir ein Pleuraerguss eingestellt. Der Arzt sagte mir das ich zwischen Rippen und der Lunge Wassereinlagerungen habe. Er wollte es gleich punktieren. Aber ich musste erst einmal alles verstehen, was er mir da so sagte. Ich habe ihn dann um Bedenkzeit gebeten. Er verstand es gut, dass ich es erst einmal verarbeiten muss. Außerdem soll ich die Tamoxifen absetzen und dafür Letrozol nehmen. Wie Ihr Euch das bestimmt vorstellen könnt, war ich erst einmal sehr geschockt. Es kamen auf einmal alte Wunden in mir hoch. Ich habe mich dann am Nachmittag bei meiner TK erkundigt, ob ein Arzt aus der Onko bzw. Gyn solch eine Punktion an der Lunge machen kann. Die Ärztin bejahte es. Ich bin natürlich sehr ängstlich was das angeht. Höchstwahrscheinlich lasse ich die Punktion am nächsten Montag über mich ergehen. Ich will es aber noch ein paar Nächte überschlafen. Mir geht es eigentlich sehr gut und trotzdem verspüre ich diese innere Unruhe. Drückt mir mal alle die Daumen, dass alles wieder gut wird,

Zometagabe und Montagswanderung

Bild könnte enthalten: 2 Personen, einschließlich Andrea Voss, Personen, die lachen, Himmel, Brille, Baum, Kind, im Freien und NahaufnahmeGestern bin ich am Vormittag um 10:00 Uhr wieder in die Ruppiner Kliniken Onkologie gefahren.

Dort habe ich die Zometainfusion erhalten. Als ich dort herein kam, herrschte eine richtig ruhige Atmosphäre. Ich traf dort noch ein paar nette Patienten, die ich dort schon öfters gesehen hatte. Wir unterhielten uns nett mit einander. Der Arzt blickte und begrüßte uns auch sehr freundlich ins Wartezimmer.

Dann ging es ans Blut abnehmen. Leider klappte es dieses mal nicht durch den Port. Das Blut musste dann durch meinen rechten Arm abgenommen werden. Es war eine sehr nette Auszubildende, die sich sehr viel Mühe gab.

Dann erhielt ich die 250 ml Zometainfusion in meinen Port und anschließend die Kochsalzlösung zur Spülung des Ports. Ich habe alles wieder gut vertragen.

Als ich mich dann verabschiedete, lobte ich noch einmal die Krankenschwestern, wie gut sie doch ihre Arbeit machen. Sie gaben mir dann noch einen Termin zum CT im Juni und meinen nächsten Zometatermin für Anfang Juli.

Als ich dann wieder raus kam, strahlte die Sonne und ich setzte mich noch ein kleines Weilchen auf die Bank und betrachtete die schöne Natur. Ich lernte eine Frau aus P. kennen, die auch neu an Knochenmetastasen erkrankt ist. Ich machte ihr Mut. Sie steht noch am Anfang ihrer Behandlung. Mir ging da auch sehr viel so durch meinen Kopf. Ich erinnerte mich sogleich an dem Tag meiner Diagnose, dass ich Knochenmetastasen habe. Es strömte damals vor fast fünf Jahren soviel Neues auf mich ein, was ich zuerst einmal verarbeiten musste. Mein ganzes bisheriges Leben änderte sich von einem Moment auf den anderen. Das ging mir da genauso wie bei meiner Erstdiagnose,  als mir der Arzt mitteilte, dass ich Brustkrebs habe. Ich konnte es einfach nicht glauben.

Aber ich muss schon sagen, dass es mir heute sehr gut geht. Es gab natürlich immer mal wieder Höhen und Tiefen. Ich habe sehr viel Neues dazu gelernt,

Ich verabschiedete mich dann von der Frau und wünschte Ihr alles Gute. Wir werden uns wohl öfters mal in der Onkologie treffen.

Dann fuhr ich nach Hause und ruhte mich erst einmal aus, da ich sehr müde war.

Um 14:00 Uhr kamen dann Gabi und Sabine aus meiner Sportgruppe zu mir. Wir haben uns zum Walking verabredet. Wir treffen uns seit einiger Zeit mit einigen Frauen aus der Krebs Sportgruppe immer Montags zum wandern. Wir haben sehr viel Spaß und Freude miteinander. Heute liefen wir dann an den Bützsee. Die Sonne schien in vollen Zügen. Gabi hatte in Ihrem Rucksack ganz tolle Sachen für ein gemeinsames Picknick dabei. Es war einfach herrlich.

Bild könnte enthalten: Himmel, Baum, Pflanze, im Freien, Natur und Wasser

 

A