Tag 60, Coronakrise, Datterode Montag 18. Mai 2020 3. Etappe Datterode – Burghofen ca. 23 km

Datterode Montag 18. Mai 2020

3. Etappe Datterode – Burghofen ca. 23 km

Ich wünsche Euch allen einen schönen Start in die neue Woche. Heute wäre ich zusammen mit den anderen Pilgerinnen den Jakobsweg von Datterode nach Burghofen gelaufen. In Gedanken bin ich bei den anderen Pilgerinnen, die mich begleitet hätten.

Ich versuche mir jeden Tag die Wegstrecke vorzustellen.

Heute früh bin ich dann wieder sehr früh aufgestanden und machte mich auf den Weg durch den nach Altfriesack zum morgendlichen Walking. Das sind hin und zurück ca. 5,5 km. Unterwegs umarme ich dann meine beiden Bäume. Ich habe meine beiden Bäume Namen gegeben: Sie heißen Pickeldie und Frederick. Das Bäume umarmen gehört für mich zu meinem morgendlichen Ritual mit dazu. Ich spreche dann auch mit den Bäumen. Das spendet mir Kraft und Mut für den Tag. Auf dem Rückweg hielt ich noch an der Mühle an und mähten den Schafen zu. Sie kamen gleich angerannt. Ich hatte etwas Brot dabei und fütterte sie damit. Sie ließen es sich schmecken.

#schwan

Impuls für den Tag

Montag, den 18.05.2020

Aus dem Evangelium
Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Joh 15,26

Gedanken
Sehnsucht / Nach dem Wort / Das ich mir nicht selbst sagen kann / Ich weiß / Es wird mich heilen / Mich tragen / Auffangen, was meine Hände / nicht mehr halten / Sehnsucht / nach diesem Wort Sehnsucht / Und Empfangen

BR

Gebet
Lass mich dem vertrauen, dass du mir schenken wirst, dass die Hilfe bereits auf dem Weg ist, dass zwischen Lachen und Weinen Wahrheit beginnt und von dem zeugt, was das Leben trägt.

Lesung am 17.02.2020 um 14.30 Uhr im Frauentreff an der Wuhlheide.

Pilgern gegen Krebs, mein ganz besonderer Weg zu mir selbst

Viele Wege führen nach Rom, sagt man. Und noch viel mehr Wege führen nach Santiago de Compostela: Pilgerwege. Aber man muss gar nicht nach Spanien, um sich auf den Jacobs weg zu machen, man kann auch in Brandenburg bleiben, denn ein Teilstück des Camino verbindet Frankfurt (Oder) und Berlin. Auf diesen Weg machte ich mich Anfang Mai 2019. Ich schloss mich einer Gruppe von zwölf Leuten an, die wie ich eine schwere Krebserkrankung durchgemacht hatten. Gemeinsam wollten wir auf der siebentägigen Wanderung Erfahrungen austauschen aber auch neue Kraft schöpfen und vielleicht auch über die eigenen Leistungsgrenzen hinausgehen. Und tatsächlich mit jedem Tag spürte ich mehr und mehr längst vergessene Energie in mir erwachen.

Vorankündigung: Meine Lesung am 17.02.2020 um 14.30 Uhr im Frauentreff an der Wuhlheide.

Lesung im Frauentreff

„ An der Wuhlheide“

Autorin Andrea Voß

Pilgern gegen Krebs, mein ganz besonderer Weg zu mir selbst

Viele Wege führen nach Rom, sagt man. Und noch viel mehr Wege führen nach Santiago de Compostela: Pilgerwege. Aber man muss gar nicht nach Spanien, um sich auf den Jacobs weg zu machen, man kann auch in Brandenburg bleiben, denn ein Teilstück des Camino verbindet Frankfurt (Oder) und Berlin. Auf diesen Weg machte ich mich Anfang Mai 2019. Ich schloss mich einer Gruppe von zwölf Leuten an, die wie ich eine schwere Krebserkrankung durchgemacht hatten. Gemeinsam wollten wir auf der siebentägigen Wanderung Erfahrungen austauschen aber auch neue Kraft schöpfen und vielleicht auch über die eigenen Leistungsgrenzen hinausgehen. Und tatsächlich mit jedem Tag spürte ich mehr und mehr längst vergessene Energie in mir erwachen.

Datum:  17.02.2020

Uhrzeit:  14:30 Uhr

 

Ort:

Frauentreff “An der Wuhlheide”TAUSENDFÜSSLER e.V.Rathenaustr. 40, 12459 Berlin

Wenden Sie sich für weitere Informationen an: Telefon: 030 53015956

E-Mail: frauentreff.wuhlheide@1000fuessler-frauen.de

www.1000fuessler-frauen.de/und www.andrea-v.de

Link zum Flyer von der Lesung

Adventspilgern von Erkner nach Friedrichhagen am 1.Advent 2019

Adventspilgern von Erkner nach Friedrichshagen am 1.Advent 2019

Bild könnte enthalten: Pflanze und Nacht

Ich wünsche allen meinen Lesern und Leserinnen eine schöne besinnliche Adventszeit.

Gestern bin ich einer Einladung von Annelie Voland gefolgt. Es fand das Adventspilgern statt.

Wir brachen sehr früh auf, um nach Berlin mit dem Auto zu fahren. Es war am gestrigen Morgen ziemlich nebelig auf der Autobahn.

In Berlin Friedrichshagen, in der Bölschestraße stellten wir dann unser Auto ab. Nun ging es weiter mit der S-Bahn bis nach Erkner.

Hier trafen wir uns mit den anderen Pilgerern und Pilgerinnen auf dem Bahnhofvorplatz. Gleich als wir dort draußen ankamen, sah ich 2 von den Bewegten Frauen aus Berlin und auch Christopher Frantzen, Andreas Prinz und auch F.Leuthoff und viele andere die ich schon bei unserer letzten Pilgerwanderung kennen gelernt hatte.

Christopher F. und die Chefin von der Stadtmission aus Friedrichshagen begrüßten uns alle.

Dann ging es los, den Jacobsweg entlang von Erkner, am Kleinen Müggelsee, entlang dem großen Müggelsee bis hin zur Stadtmission in Friedrichshagen.

Bild könnte enthalten: 13 Personen, einschließlich Andrea Voss, Personen, die lachen, Personen, die stehen, Himmel und im Freien

Bild könnte enthalten: 2 Personen, einschließlich Andrea Voss, Personen, die lachen, Personen, die stehen, Baum, Himmel, im Freien und Natur

Ich und Waldemar, ihn habe ich bei unserem ersten Pilgertreffen in Berlin Friedrichshagen kennen gelernt.

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die stehen und im Freien

Unsere Pilgergruppe

Unterwegs machten wir einige kleine Pausen und eine größere Pause am kleinen Müggelsee. Dort stärkten wir uns mit unseren mitgebrachten Stullen, Obst und Gemüse, Tee und Kaffee.

Bild könnte enthalten: 2 Personen, einschließlich Andrea Voss, Personen, die lachen, Personen, die stehen, Baum, im Freien und Natur

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Personen, die stehen, Baum, Himmel, im Freien und Natur

Kraft tanken beim Baum umarmen gehört für mich zu einer guten Pilgerwanderung dazu.

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Personen, die stehen, Baum, Schuhe, im Freien und Natur

So gegen 16:00 Uhr kamen wir nach ca. 16 gelaufenen Kilometern durch den Wald und über 3 Brücken entlang dem kleinen Müggelsee, dem großen Müggelsee, ein kleines Stück liefen wir sogar unterm See entlang, an der Stadtmission Friedrichshagen an. Hier wurden wir von Annelie und Katrin Voland schon erwartet. Wir fielen uns in die Arme, wegen der Wiedersehensfreude. Die beiden haben das gemütliche Beisammensein, mit Plätzchen und Glühwein, Tee und Kaffee für uns vorbereitet. Wir stärkten uns dann erst einmal. Dann sangen wir alle gemeinsam Advents- und Weihnachtslieder. Es war eine sehr gemütliche Atmosphäre.

Ich werde diesen Tag mit den vielen tollen Menschen und Gesprächen nicht so schnell vergessen.

Es war wieder ein wunderschöner Tag, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Pilgerbericht „Zwischen Himmel und Teufelswasser“

Liebe Annelie Voland, wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich für unser gemeinsames Wochenende in Berlin und vor allem das gemeinsame Pilgern mit anderen Pilgern und Pilgerinnen aus ganz Berlin und Brandenburg und Mitgliedern von der Jacobusgesellschaft Berlin Brandenburg, wie zum Beispiel  Martin DexFrank LeutloffChristopher Frantzen und vielen anderen Mitgliedern. Diese Wanderung hat uns ganz besonders gefallen. Vielen Dank auch für die Spende. Wir berichten Euch allen bald, wofür wir die Spende einsetzen werden. Viele liebe Grüße von Gabi König und Andrea Voss,

Wir wünschen Euch allen ein wunderschönen Sonntag.

über Pilgerbericht „Zwischen Himmel und Teufelswasser“

 

Fotonachlese vom Pilgern durch den Grunewald

Pilgerwanderung durch den Grunewald

Am Sonntag, den 01.09.2019 sind wir einer Einladung von Annelie Voland gefolgt. Wir trafen uns zur Pilgerwanderung durch den Grunewald. Ganz besonders habe ich mich über die vielen Begegnungen und Gespräche gefreut. Es waren auch Georg, Kalle und Horst anwesend, die beim Pilgern gegen Krebs Anfang Mai mit dabei waren. Vielen Dank bei Annelie, für diese ttollen 2 Tage.

Fotonachlese vom Pilgern

Gerade eben habe ich richtig tolle Fotos von Gabi erhalten und habe mich riesig darüber gefreut. Vielen Dank dafür. Ich habe mich sehr gefreut.

Jacobsweg Nordroute von Frankfurt Oder nach Berlin
Pilgern gegen Krebs vom 5.5. – 11.5.19, Ich bin so happy und glücklich, dass ich beim Pilgern mit dabei war.
Ankunft in Sieversdorf an der Orgelwerkstadt Scheffler
Voller Motivation am Starttag, Gabi und ich.

Abendausklang mit gemütlichem Feuer, köstliche Spargelsuppe und Vorstellungsrunde.



Tag 2 Pilgern von Sieversdorf bis Arensdorf

Am nächsten Morgen wurden wir dann von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Die Sonne strahlte durch mein Fenster hinein und scheinte auf meine Pilgermuschel. Die Muschel habe ich am Pilger Rucksack befestigt.

Es war ein schönes Gefühl voller Vorfreude auf den heutigen Tag wach zu werden.

Das Frühstück aßen wir dann gemeinsam in Silvia Scheffler Ihrem Haus. Es war alles sehr liebevoll angerichtet. Es mundete uns allen prima.

Anschließend gingen wir dann in die kleine Kirche gleich neben dem Haus. Hier erhielten wir den Pilgersegen und stimmten gemeinsam dem Kanon an, der uns die ganze Woche begleitet hat.

Wir verabschiedeten uns noch von Horst, der leider wegen eines Hüftleidens aufhören musste. Er stach dann am vorletzten Tag wieder zu uns und lief gemeinsam mit uns die Abschlusswanderung am 12.05.2019.

Dann gingen wir eine halbe Stunde schweigend Pilgern. Die Wegstrecke am zweiten Tag führte uns über Falkenhagen bis nach Arensdorf ins Jugendcamp. Wir gingen durch verschiedene kleine Ortschaften und kamen vorbei an Rapsfeldern, Wiesen, Wäldern. Wir bekamen auf einem Rapsfeld an einer Lichtung sogar ein paar Hirsche und Rehe zu sehen. Wir verhielten uns ruhig und beobachteten sie mit Bewunderung. Wir machten ausreichend Pausen und stärkten uns mit Power Riegeln von Lebe Pur. Diese Riegel spendeten uns ausreichend Kraft.Nachmittags kamen wir im Jugendcamp Arensdorf an. Dort verteilten wir uns erst einmal auf die Zimmer und nahmen Schlafsäcke entgegen. Ich teilte mir das Zimmer mit 8 weiteren Frauen. Wir schliefen in Doppelstockbetten und auf Matratzen. Es war eine Atmosphäre, die mich an meine Kinderzeit erinnerte.

Meine Kinderzeit habe ich oft in Kinderferienlagern verbracht. Als ich 18 Jahre alt war, fuhr ich auch mehrere Jahre hintereinander als Gruppenleiterin in so ein Ferienlager.

Abends machten wir uns gemeinsam Quark mit Pellkartoffeln. Es schmeckte einfach köstlich. Auch die gemeinsamen Mahlzeiten eines jeden Tages waren während der Pilger Woche etwas ganz Besonderes für mich.Als wir dann mit dem Essen fertig waren, besprachen wir noch einmal den Ablauf des nächsten Tages und auch gab es eine kleine Zusammenfassung von unseren Eindrücken unseres zweiten Pilger Tages. Nach dem Abendbrot saßen wir dann noch eine ganze Weile zusammen. Dann kam Georg auf die Idee uns einen Line Dance beizubringen. Da ich selbst auch eine Gute Laune Tänzerin bin, sprang ich natürlich gleich auf. Es machte uns einen riesigen Spaß. Einige von uns legten sich aber gleich schlafen. Das war auch in Ordnung, da wir einen anstrengenden Tag hinter uns gebracht haben. Da galt es jetzt für jeden von uns sich auszuruhen.Ich konnte nicht so recht einschlafen. Es gingen mir jeden Abend die tollen Gespräche durch den Kopf, die ich mit jedem Einzelnen dort geführt habe. Auch versuchte ich mir die Wegstrecke noch einmal in meinem Kopf vorzustellen. Mehrmals in der Nacht war ich wach.Link zur Seite Gemeinsam-Pilgern

Link zur Fotonachlese von der Pilgerwanderung

Tag 6, Wanderung von Werneuchen nach Bernau

Heute geht unser Pilgerweg von Werneuchen nach Bernau. Malsehen, wie ich das Laufen heute vertrage. Ich habe seit gestern Abend ein paar kleine Bläschen an den Füßen. Annelie hat mir einen Faden durch die Bläschen gezogen. Danach ging es mir dann deutlich besser. Gestern Abend haben wir noch mit Martin Dex zusammen gesessen und haben uns miteinander ausgetauscht. Jeder von uns hat ein großes Lob an unsere beiden Pilgerführerinnen Annelie Voland und Petra B. ausgesprochen. Mir persönlich hat die Jacobsroute ganz besonders gefallen. Ich werde diese intensive Zeit in meinem Leben nie vergessen.

Gebet um Lebensfarben:

Herr zeige mir ab und zu einen Regenbogen, damit ich weiß: Ich stehe inmitten der Welt, die Deine Mitte ist. In dieser Mitte lass mich leben, heute und jeden Tag meines Lebens.

Tag 1 Frankfurt Oder nach Sieversdorf

Gemeinsam Pilgern gegen Krebs

Anfang Mai nahm ich an einer Pilgerwanderung von Frankfurt (Oder) nach Berlin teil. In einer Gruppe aus 12 krebs betroffenen Teilnehmer/ und Teilnehmerinnen pilgerten wir über 7 Tage die Nordroute des Jacobswegs von Frankfurt (Oder) nach Berlin. Die Pilgerwanderung diente zur Verarbeitung der Erlebnisse der eigenen Krebserkrankung, zum Austausch von Erfahrungen und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch sportliche Bewegung. Dabei gab mir die Gruppe Kraft und Dynamik, über meine eigenen Grenzen hinaus zu gehen. Ich habe dabei meinen Körper wieder gespürt, Lebensenergie, Motivation und Kraft für die Zukunft geschöpft.

1.Tag Auf geht’s zur Pilgerwanderung: Marienkirche Frankfurt Oder bis nach Sieversdorf

Wir starteten am 05.05.2019 in Frankfurt Oder an der Marienkirche, wo wir uns um 12:00 Uhr an der Marienkirche trafen.

Wir wurden sogleich von unserer Pilgerleiterin Annelie begrüßt. Ich habe Annelie über die sozialen Netzwerke kennengelernt und bin dadurch auf das Pilgern aufmerksam geworden. Sie läuft nun schon das zweite Jahr in Folge den Brandenburger Jacobs weg, die Nordroute in Folge. In diesem Jahr hatte ich das große Glück mit dabei zu sein. In diesem Jahr gab es sogar 2 Pilgergruppen. Die andere Pilgergruppe lief die Südroute.

Annelie verteilte gleich die Pilger T-Shirts. Die zogen wir an und machten ein Erinnerungsfoto von der Nord- und Südgruppe von allen Pilgern und Pilgerinnen vor der Kirche.

Dann gingen wir alle in die Marienkirche. Dort wurde ein Pilgergottesdienst von Manfred für uns gehalten. Manfred hatte ich schon bei unserem ersten Pilgertreffen im Januar von diesem Jahr kennen gelernt. Des Weiteren waren auch Christopher und Martin D. anwesend. Auch bei meiner Lesung in der Herz Jesu Kirche bei der Jacobusgesellschaft Brandenburg Oderregion waren sehr viele Mitglieder der Jacobusgesellschaft meine Zuhörer. Ich erinnere mich an meine Lesung ganz besonders gern. Es verpasst mir sogar heute noch Gänsehaut, wenn ich an meine Lesung dort denke. Alle hörten wir gebannt zu und es ging dabei eine Kerze herum und jeder von den Zuhörern sagte etwas sehr Schönes lobendes zu mir. Ich zehre heute noch von diesem schönen Abend.

In der Marienkirche war es eine ganz besondere Atmosphäre. Wir sangen auch gemeinsame Lieder, die mir eine Gänsehaut verpassten. Dann bekamen wir alle den Pilgersegen. Wir bekamen die Pilgerpässe übergeben und holten uns im Anschluss daran gleich unsere ersten Pilgerstempel.

Vor der Kirche verabschiedete ich mich von meinem Partner, der mir alles Gute für meine Pilgerwanderung wünschte. Er wird jeden Tag an mich denken und drückt mir die Daumen, dass ich alles gut meistern werde. Am Sonnabend den 17.05.2019 wird er uns zur gemeinsamen Abschlusswanderung von der Marienkirche am Alex bis zum Brandenburger Tor begleiten.

Wir verabschiedeten uns von der Südgruppe und schritten entlang der Oder und durch verschiedene Ortschaften los in Richtung Sieversdorf.

Ich war immer noch ganz schön aufgeregt, ob ich der Wanderung auch wirklich gewachsen bin. Schließlich galt es eine Wegstrecke von ca. 20 – 24 km täglich zu überwinden und das auch gepackt mit einem Pilgerrucksack mit ca. 7 kg. auf meinen Schultern. Wir gingen auch das erste Mal zusammen durch einen Wald und kamen etwas vom Jacobsweg ab. Aber wir fanden uns zurecht und trafen dann am späten Nachmittag in Sieversdorf an der Orgelwerkstatt Scheffler ein. Es begrüßten uns Silvia Scheffler und ihr Mann. Es gab selbstgebackenden Apfelkuchen und Kaffee oder Tee, mit dem wir uns erst mal stärkten. Dann gingen wir in die Pilgerherberge direkt über der Orgelwerkstatt und ruhten uns erst einmal etwas aus. Ich konnte ein Zweibettzimmer zusammen mit Sonja aus Hamburg beziehen. Das Zimmer war urgemütlich. Dann machten wir uns erst einmal frisch. Abends gingen wir dann in den Garten der Pilgerherberge. Dort brannte schon ein Lagerfeuer. Es duftete herrlich nach selbstgemachter Spargelsuppe. Außerdem gab es noch selbstgebackendes Brot mit Kräuterbutter. Es war ein Genuss für unseren Gaumen. Die Spargelsuppe schmeckte einfach herrlich. Als wir uns gestärkt hatten, setzten wir uns alle um das Lagerfeuer. Dann stellten wir uns alle den anderen vor. Annelie wollte von jedem von uns eine kleine Geschichte erzählt bekommen, was uns zu der Pilgerwanderung animiert hat und auch was wir jeder Einzelne für Erwartungen haben. Wir reichten dabei immer einen kleinen Stein weiter an den Nachbarn. Es wurden sehr viele berührende Geschichten erzählt. Als ich an der Reihe war, sagte ich, dass ich die Pilgerreise angetreten bin, um zu mir selbst zu finden. Auch freue ich mich sehr darauf, mich mit anderen Erkrankten auszutauschen. Meine Grundeinstellung ist eine positive. Auch freue ich mich sehr auf die vielen Geschichten der Anderen. Man kommt sich nicht mehr so alleine vor. Es würde mich auch freuen, wenn ich anderen Menschen Mut machen kann. Außerdem möchte ich noch herausfinden, ob ich solch einer Pilgerwanderung auch noch gewachsen bin. Und so erzählte jeder seine ganz persönliche Geschichte. Es kullerten auch ein paar Tränchen, aber auch Tränen der Freude. Anschließend holte Herr Scheffler noch seine Gitarre heraus und wir sangen gemeinsame Lieder. Es war eine herrliche Stimmung und es gab sehr viele Gänsehaut Momente. Dann stimmten wir zum ersten Mal in den Kanon: Wechselnde Pfade ein….

Wechselnde Pfade, Schatten und Licht, alles ist Gnade, fürchte Dich nicht.

Dieser Kanon begleitete uns dann auch alle weiteren Tage. Wir starteten an jedem Morgen unsere Pilgerwanderung mit diesem Kanon.

Als wir dann zu Bett gingen, cremten wir uns erst einmal unsere Füße mit Hirschtalg Salbe ein. Dann gingen wir etwas erschöpft, aber mit vielen tollen Gedanken schlafen und die guten Träume stellten sich bei uns bald von ganz alleine ein.

Ankunft an Orgelwerkstatt Scheffler

Wanderung um den Stechlinsee

Am vergangenem Sonntag sind wir um den Stechlinsee gewandert.

Am vergangenem Sonntag sind wir um den Stechlinsee gewandert. Derzeit bereite ich mich auf die Pilgerwanderung vom 5.5. – 11.5.19 vor.