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Ankunft in Siewersdorf beim Pilgern gegen Krebs

Weihnachten naht. vertont von Raimund Scheel, der Text ist von Andrea Voß

Dieses schöne Lied hat der Liedermacher Raimund Scheel für mich vertont. Es war eine riesige Überraschung für mich. 

Ich wünsche Euch allen einen schönen Start in die neue Woche.

Ankunft in Sieversdorf beim Pilgern gegen Krebs im Mai 2019

Ich bleib dann mal hier, Pilgern in Brandenburg

Der 1000-jährige Jakobsweg bildet ein Geflecht von Pilgerwegen, das schon im Mittelalter weite Teile Europas durchzog. Der Jakobsweg beginnt also nicht erst an den Pyrenäen, sondert führte und führt Menschen über ein verzweigtes Wegenetz durch ganz Europa. So kann man auch im östlichen Brandenburg Verläufe der Jakobsrouten nachzeichnen.

 Die sog. Nordroute des Brandenburger Jakobsweges folgt in weiten Teilen der ältesten dokumentierten Reise des Kaufmanns Konrad von Weinsberg aus dem Jahr 1421. Inzwischen ist auch von Frankfurt Oder nach Leipzig ein Teil des Via Imperi, einer alten Handelsroute beschrieben und teilweise ausgeschildert. 

 Der Weg beginnt also vor der eigenen Haustüre. “Ich bleib dann mal hier” könnte das Motto für eine Wanderung auf den Brandenburger Jakobswegen heißen, in Anspielung auf Hape Kerkelings Bestseller.

 Die Wallfahrt sollte früher eine Bußübung sein, um Fürbitte zu erflehen oder Heiligung zu bewirken. So auch der Pilgerweg zum Grabe des heiligen Jacobus des Älteren in Santiago des Compostela. Man machte sein Testament und ging los.

 Pilgern ist schon längst nicht mehr etwas für Katholiken und das Spiritualitätsverständnis ist beim modernen Pilger sehr weit gefächert. Oft sucht er die besondere Erfahrung mit sich selbst und die Begegnung mit Gott.

 Der Pilger ist ein Suchender und die durchwanderte Natur, die Wege selbst können zu Bildern werden von etwas, das größer ist als ich selbst.

Der Weg ist das Ziel”

 Festgefügte Konzepte können auf dem Pilgerweg beweglich werden. Begrenzungen geltungslos, Strukturen sich relativieren. Viele Sorgen lassen sich einfach “weggehen”. Innere Fragen beantwortet der Weg oft selber.

 Ich setze mich ganz unmittelbar der Landschaft und der Unwägbarkeit des Weges aus, der Begegnung mit Menschen und Kultur. Bei der Einkehr in Herbergen erlebe ich Authentizität und Einfachheit.

 Wenn ich auf einem historischen Weg wandere, dann heisst das auch, sich mit der Geschichte der Region auseinandersetzen, sich mit der Biografie in de Geschichte einordnen. Viele der stillen Wege in Brandenburg sind alte Wege, Kirchsteige, Fuhr- und Postwege. Sie führen meist auf die Kirche eines Ortes zu und der Kirchturm winkt mir schon von weitem entgegen.

 Wie wäre es für die, die hierbleiben, mal mit einer Sieben- oder Neun-Kirchentour von Frankfurt (Oder) nach Frankfurt (Oder)?

 Start z.B. Gertraudkirche, zur Marienkirche. Dort prangt über dem Nordportal die Jakobusfigur als Relief. Über die Oderpromenade ginge es zur Friedenskirche (Pilgerkirche), dann parallel zur Oder über den Mittelweg, Kuhweg und den Ragoser Talweg nach Kliestow und Booßen, um dort die beiden Dorfkirchen zu besichtigen. Durch den Stadtwald könnte man dann zur Dorfkirche nach Sieversdorf laufen. 

 Immer folgt man den blau-gelben Muschelsymbolen. 

 Von hier könnte man dann zum Bahnhof nach Jacobsdorf laufen, dort noch die Dorfkirche besichtigen, und dann mit dem R1 wieder nach Hause fahren. 

 Oder man übernachtet in der Pilgerherberge an der Orgelwerkstatt Scheffler in Sieversdorf und wandert nach dem morgendlichen Pilgersegen zur Jacobsdorfer Dorfkirche zur Pilgramer Dorfkirche weiter, deren Namen ja schon Hinweise auf den Pilgerweg geben, und dann die Südroute des Jakobsweges zurück durch den Stadtwald über den Rosengarten, wo man die letzte Dorfkirche besuchen kann.

Buen camino – einen guten Weg!

Geschrieben von Silvia Scheffler von der Pilgerherberge in Sieversdorf

Gedicht, geschrieben von Georg mit dem ich im Mai 2019 die Nordroute von Frankfurt Oder nach Berlin beim Pilgern gegen Krebs gegangen bin.

Pilgern gegen Krebs
Gedicht von Georg über das Pilgern

Gedicht von Georg

 

„Krebstherapie mal anders Jakobsweg zwischen Oder & Spree

  Ich bin dann mal weg“ hörte meine Frau mich sagen,

Mit deinem Gebrechen willst du den Jakobsweg wagen?

So tat er erschrocken und weiter mir kund:

Ist doch nur für gläubige Leute, die kerngesund! 

  Wir pilgern als Gruppe und die glaubt an sich,

Dialog beendet – der Sieger war ich.

Annis Trainingsplan war dann auch nicht ohne.

Da verdienten wir uns die erste Krone. 

  Zwei Wochen sind her, ist nun Pilgern vom Tisch?

  Meine Gedanken darüber sind immer noch frisch.

Hab´mich entschlossen, zu schreiben dieses Gedicht,

ich spüre immer noch des Rucksacks Gewicht. 

  Viel schönes, Ergreifendes geht mir nicht aus dem Sinn,

ein paar passende Verslein sind da immer noch drin.

Ich habe Leute getroffen mit top Charakter und Mut,

Das tat meiner Seele und Hoffnung sehr gut. 

  In der Gruppe herrschte totale Harmonie,

Passend zu „Wechselnde Pfade.“ nebst Melodie.

Von ständiger Hilfsbereitschaft umgeben

Ging bei uns tags und nachts kaum was daneben. 

  Nun sei es hier dargestellt,

Was unser Team zusammenhält:

Als Ediths schöne Wanderstockspitze,

Geriet beim Gehen in die Gully Ritze,

Die hoffnungslos total verklemmt-

Und wehrte sich gar vehement

Ans Tageslicht zurück zu kehren,

  Wollte unser aller sich erwehren.

Mit unserer Einigkeit und Macht

Haben das Wunder wir vollbracht:

Annis schlanke Finger und unsere Tipps

Brachten die Spitze zu Tage – ja sowas gibt´s! 

  Auch gabs in der Gruppe keine Neider und Besserwisser,

Keine Polemiker und keine „Falsche-Fahnenhisser“.

Bei so viel Eintracht, Einvernehmen und das und dies

Stell´ ich mir vor zu leben auf Erden – ganz wie im Paradies. 

  All diese Erfahrungen, Erkenntnisse und Gedanken

Habe ich im großen Maß euch, ihr Lieben, zu verdanken.

Ich bedank´ mich für alles bei der kompletten Truppe-

Besonders bei Anni und Petra, Karli, Georg und Horst, Andrea und Gabi Kö,

Heike und Sonja, Bianka und Hildrun Edith und Gabi 2.

Natürlich auch bei den beiden „Küken“ Becky und Rike.

Geschrieben dies alles hat Andrea und Georg, die Beiden sagen immer icke.“       

                                         Buen Camino!

 

 

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Von AndreaVoss

Ich heisse Andrea Voß und wohne im Zietendorf Wustrau.

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