Tag 54, Coronakrise, Vielen Dank an Annelie Voland

Liebe Annelie Voland,

vielen lieben Dank für dein Post. Du hast es auf den Punkt gebracht.  Auch vielen Dank für dein riesiges Lob. Du gehörst für mich auch zu den ganz tollen, inspirierenden Menschen dazu. Seitdem ich dich im Netz kennengelernt habe, folge ich dir gern. Und als du bei der DKK 2018 direkt auf mich zu gekommen bist, habe ich mich sehr gefreut. Auch beim #pilgerngegenkrebs konntest du uns alle sehr inspirieren zum Mitmachen. Und dein ganz persönlicher Besuch bei mir zu Hause und auch der gemeinsame Besuch des Seefestivals und dein Besuch in unserer Sportgruppe zusammen mit den Wandermädels. Dann fällt mir noch unser Pilgern zwischen Himmel und Teufelsberg und unser gemeinsames Adventspilgern mit Advendssingen ein. Ich bekomme gerade Gänsehaut. Ich kann noch so viele tolle Sachen aufzählen, die wir alle zusammen gemacht und erlebt haben. Gemeinsam sind wir stark und ein ganz tolles Team.

Hier findet ihr ganz die ganz persönlichen Gedanken von Annelie Voland. :

Die drei Grundsätze niemals aufzuhören.

Ich glaube das wird mal wieder ein etwas persönlicherer Post, ich habe gerade das Bedürfnis mich mitzuteilen, viele von Euch folgen mir ja bereits Jahre und ich hoffe immer dazu anzuregen, andere Perspektiven zu verstehen versuchen und Meinungen anderer anzuhören. Nun… Lasst mich erzählen. Ein Thema, mit dem ich immer mal mehr oder weniger zu kämpfen habe. Manchmal ist es nämlich ziemlich schwer “Gutes” zu tun. Das merke ich gerade unglaublich doll, denn an jeder Ecke stehen Fallen und Löcher, liegen Steine oder stehen Menschen, die dir die Handbremse ziehen. Ich bin das schon fast gewohnt, mir ist das häufiger passiert, dass mir Ideen oder Projekte “geklaut” wurden. Leute fühlen sich manchmal nicht abgeholt, vielleicht auch gekränkt, wenn ich sie nicht persönlich darum bitte in ein Projekt einzusteigen oder zu partizipieren. Was dann passiert? Ja, dann wird geredet. Ohja, viel geredet! Aber weißt du was ich da inzwischen denke: F** Y! Trauen sich die Leute, die reden, selbst Ideen und Projekte ins Leben zu rufen? Die traurige Wahrheit ist oft: Nein. Oder noch besser, es steht ein kommerzieller Gedanke dahinter. Ohja, lass uns das Projekt machen, um mein Business aufzubessern. Ich meine, ja Geld brauchen wir alle zum Leben, aber der Mensch sollte niemals zu einer Handelsware werden. NEIN, wir machen die Projekte der Sache wegen, weil wir Gemeinschaft fördern und Menschen (auch wenn zur Zeit nur online) zusammenbringen wollen. Aber wem sag ich das, vielleicht kennt ihr das ja selbst. Du machst etwas, was andere nicht machen oder sich nicht trauen und schwupps – gibts Kritik. Weil du anders bist. Verdammt, ja ich bin anders und inzwischen fühl ich mich sehr gut damit. Ach und ich hab inzwischen Menschen getroffen, die auch anders sind, das macht es noch mehr anders und bewundernswert. Naja jedenfalls hatte ich heute eine kurze Phase der Unsicherheit. Ist das alles richtig so, kannst du das machen? Das macht ja sonst keiner so…. Aber weißt du was mich wieder zurück geholt hat? So doof es klingt, die Informationsschrift meines Promotionsstipendiums, Seite 2, Absatz IV.:
Für was ich als Stipendiatin des deutschen Volkes stehe…

  1. den Willen und die Fähigkeit, etwas Besonderes zu leisten,
  2. die Freude daran, das eigene Leben verantwortungsvoll und offen für Neues und Ungewöhnliches zu gestalten,
  3. die Bereitschaft, sich über die persönlichen Belange hinaus zu engagieren.

Gut, dass ich diesen drei Grundsätzen die letzten 7 Jahre gefolgt bin und so viele wundervolle Projekt auf die Beine stellen durfte. Zahlreiche Workshops, Vorträge, Sportkurse, Events, mein Pilgerprojekt inklusive tausender Euro Spenden und Preisgelder für verschiedene Vereine. Alles für betroffene Personen, in der Hoffnung Ihnen etwas wertvolles für Ihr Leben mitgeben zu können. Schöne Erinnerungen, Erfahrungen, Liebe. Klingt das übertrieben?
Meine drei Grundsätze niemals aufzuhören. Der Weg war nie einfach, wird er auch nicht, fertig, ich bin mir dessen bewusst. Deshalb, ich mache einfach weiter und sollen die Finger auf mich zeigen, ich habe mich wenigstens getraut, anders zu sein, Initiative zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und mich über meinen Horizont hinaus für andere Menschen zu engagieren.
Da frage ich mich nur: Wann hast du dies das letzte Mal getan? Oder die Personen, die von dir reden? Ja lasst uns alle erstmal selbst an die Nase greifen, dann reden!

Falls du etwas Inspiration brauchst, ich kenne da eine Hand voll wundervoller Menschen, die mit Herz und Blut hinter ihren Projekten und Initiativen stehen. Und ja, ich sehe Euch alle und ihr seid meine große Inspiration!
think-pink.club, Projekt Heldencamper, Bewegte Frauen, Andrea Voss, Gabi König, Segelrebellen, Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion e.V., Ricarda Raabe, Petra Bischof, Michael Weiss, Mädelsabende und meine aller liebsten Follower, die mir hier seit langem Kommentare setzen und Wissen, Leben und Emotionen teilen. Ich weiß Eure Arbeit und Zeit sehr zu schätzen!

Gut, ich will garnichts mit diesem Post erreichen, außer Euch zu ermutigen ANDERS ZU SEIN! Bitte zeige Initiative, zeige Mut und denke über den Tellerrand. Kritik ist wichtig, aber sie sollte von den richtigen Personen kommen. Schau genau hin, überlege wem du folgst und wen du mit ans Steuer nimmst. Manchmal ist weniger mehr, sonst drehen wir uns schnell im Kreis.

In voller Bereitschaft,

Eure Annelie

Impuls für den Tag

Dienstag, den 12.05.2020

Aus der Lesung
Sie setzten für sie in jeder Gemeinde Älteste ein und empfahlen sie unter Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten. Apg 14,23

Gedanken
Was wäre die Welt ohne Menschen, die von einer besseren Welt, einer besseren Kirche, von sozialer Gerechtigkeit träumen? Oft werden sie verkannt, verlacht oder gar verstoßen. Schließen wir uns doch ihren Träumen an – dann wird aus Träumen Wirklichkeit. 

  1. Philipp J. Schmidbauer OPraem

Gebet
Führe mich zu meinem besseren Ich, hilf mir, ein Mensch zu werden, dem alles Lebende Vertrauen schenkt, Tiere und Pflanzen, auch die Luft, das Wasser, die Erde und das Licht, die diese alle am Leben erhalten, bewahre mich als einen, der Geheimnis und Eigenart des vielfältigen Lebens in seinen einmaligen Erscheinungsformen und in seiner Gesamtheit achtet. 

Yehudi Menuhin, Geiger, Dirigent

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