Sonnabend, den 28.02.2015, Glück und Freude

Impressionen Am Ruppiner See

Mein Leben mit Brustkrebs
Liebe Claudia, Liebe Crian, das Team von Fisch & Fleisch, lieber Leopold, vielen Dank für Eure guten Wünsche. Ich glaube fest daran, daß Euer Daumen drücken geholfen hat. Als ich gestern vom Spaziergang nach Hause kam, habe ich am Telefon die Zusage für meinen neuen Minijob erhalten. Ich freue mich total, daß es geklappt hat. Der neue Chef und das Team hat mir damit eine riesige Freude gemacht. Sie haben nun doch nicht bis Dienstag gewartet mit der Zusage. Sie haben sich dort im Team zusammen gesetzt und gesagt, dass ich dort sehr gut rein passe. Es ist so Klasse. Ich wünschen allen ein wunderschönes Wochenende. Einen lieben Gruß von Andrea

Liebe Bluesanne, ich bin seit vielen Jahren auch ein absoluter Country Fan. Zu meinen Favoriten gehören z.B. Jonny Cash, Garth Brooks und vor allem die deutschsprachige Countryband Truckstop. Ich habe zusammen mit meinen Partner und auch unserer Tochter viele Konzerte besucht. Es war immer ein großes Ereignis für uns. Wir haben sehr viele schönen Stunden auf den Konzerten verlebt. Leider ist im August 2013 der Sänger Lucius Reichling verstorben. Und leider auch in diesem Jahr auch Cisco Berndt. Wir trauern sehr um die Beiden. Wir hören oft deren Musik. Sie leben in unseren Herzen weiter. Viele liebe Grüße von Andrea.

Bemooster Baumstumpf am Wegesrand Lebensraum für viele Tiere

Donnerstag, den 26.02.2015, Gesundheit ist das höchste Gut.

Die Entchen versuchen auf die kleine Eisdecke zu gelangen.

Mein Leben mit Brustkrebs
Ich habe heute wieder einen wundervollen herrlichen sonnigen Tag verlebt mit vielen netten Begegnungen.

Kommentare aus Fisch und Fleisch:

Sabine Oberhauser hat Krebs und arbeitet weiterhin als Ministerin. Barbara Prammer hatte Krebs und war, bis kurz vor ihrem Tod, aktive Präsidentin des Nationalrats. Kurt Kuch war, trotz Lungenkrebs, fast bis zu seinem Tod journalistisch aktiv. Guido Westerwelle und Karl Öllinger sind aus ihren politischen Funktionen gefallen vor ihrer Krebsdiagnose, aber ich wage zu behaupten, dass sie wohl ohne diesem Funktionsverlust auch beruflich weitergemacht hätten wie zuvor.
Sind das die neuen HeldInnen? Schwer krank, aber weiter aufrecht im anspruchsvollen Job?
Vorweg: Nein, ich hatte noch nie Krebs und kann daher nicht wissen, wie es einem geht mit dieser Diagnose. Ich hoffe auch, diese Erfahrung nie machen zu müssen. Aber ich bin Krankenschwester und beobachte seit 27 Jahren. Etwa den individuellen Umgang mit Krankheiten. Menschen gehen ganz unterschiedlich mit schwerwiegenden Diagnosen um. Die einen ziehen sich zurück, sehen schon ihr Ende, verlieren den Blick in die Zukunft. Andere besinnen sich auf sich, misten ihr Leben aus und sammeln Kraft für den Kampf gegen die Krankheit. Und wieder andere tun nach außen, als wäre nichts geschehen. Da ist die Arbeit ein stabiler Faktor in einer stürmischen Zeit. Wie die Besitzerin des kleinen Copyshops bei mir ums Eck. Auch sie stand täglich in ihrem Laden, trotz Chemotherapie und späterer Bestrahlung. Man hätte fast meinen können, sie hätte nur Schnupfen.
Was ich allerdings im Moment beobachte ist, dass eine Art der individuellen Krankheitsbewältigung öffentlich beklatscht wird. Eine normal weiterarbeitende Ministerin Oberhauser ist Vorbild, vor einer bis zum Schluss berufstätigen Barbara Prammer zieht die Öffentlichkeit den Hut. Ist das der neue Trend unserer Leistungsgesellschaft? Krebs, aber beruflich weiter erfolgreich? Herzinfarkt, aber danach gleich wieder in die Cheffunktion?
Wie wirkt sich dieser Trend auf uns NormalbürgerInnen aus?
Wenn Frau Dr. Oberhauser mit Krebs und trotz Chemo weiterhin ein ganzes Ministerium schupft, dann wird ja wohl der Elektriker Hans Mustermann auch seine Baustelle schaffen, oder? Und die Sachbearbeiterin Susi Sonntag mit ihrem Brustkrebs, die kann ja dann nach der Chemo wohl auch ins Büro kommen! Oder?
Ich wünsche wirklich jedem kranken Menschen, dass er seine Gesundheit wieder erlangt. Und ich habe Respekt vor jedem Weg, den ein Mensch mit schwerwiegenden Diagnosen geht. Manche Wege kann ich dabei nicht nachvollziehen. Andere mehr. Wie ich selbst handeln würde- keine Ahnung!
Was mir aber wichtig ist zu sagen:

Leute, es ist auch in Ordnung einfach krank zu sein! Ihr dürft Euch selbst wichtig nehmen und nicht den Job! Ihr müsst nichts leisten, wenn Ihr leidet! Ihr dürft Euch auch zurückziehen, wenn Ihr krank seid und Euch einfach nur um Euch selbst kümmern!

Liebe Sonja, ich habe mich sehr über Deine ehrlichen Zeilen gefreut, wie Du das als Gesunde, die nicht an Krebs leidet, siehst. Auch ich habe nach meiner Krebsdiagnose erkannt, dass Arbeit nicht mehr das Wichtigste in meinem Leben ist. Eine Psychologin sagte einmal zu mir, dass Sie meine Einstellung zu meinen jetzigen Leben total richtig und gut findet. Ich denke sehr positiv. Ja, ich glaube auch, dass es sehr viele Frauen und Männer gibt, die nach dieser Krebsdiagnose einfach so weiter machen wie vorher. Ich habe viele Frauen bei meiner AHB kennengelernt, die einfach alles so weiter machen wie bisher. Aber viele gestehen sich jetzt auch ein, dass es alles nicht mehr so ist wie vorher. Man ist nicht mehr so leistungsfähig. Es ist wirklich nichts mehr wie vorher. Aber man lernt wirklich die kleinen Dinge zu schätzen. Leider hängt bei vielen natürlich die Existenz von Ihrem Job ab. Ich habe Glück, dass ich nicht wählen muß, da bei mir die Erwerbsminderungsrente durch ist. Dadurch kann ich mir nur eine Kleinigkeit dazu verdienen. Ich halte es daher so, dass ich nur noch eine Miniarbeit annehme, die mir Spaß macht. Sowie ich merke, dass das nicht mehr der Fall sein wird, werde ich wieder aufhören. Es gibt so viele andere schöne Dinge im Leben, die ich jetzt mehr genießen kann. Einfach in den Tag hineinleben, wenn es mir mal nicht so gut geht. Und dafür bei keinen Arbeitgeber Rechenschaft abzulegen. Ich darf auch mal weinen. Es befreit von den Sorgen.Ich wünsche Dir einen schönen Abend. Viele Grüße von Andrea:D:D

Ja, es ist in Ordnung, einfach krank zu sein.
Manche hackeln ohnehin bis zm Umfallen, die Arbeit macht sie solange krank, bis es zu spät ist. Wichtig ist Selbstreflexion und die Frage, WAS die Prioritäten sind. Für Einige sind und waren ihre beruflichen Aufgaben so erfüllend, dass sie damit – wenn auch ein wenig reduziert – wohl weitermachen MÜSSEN.
Insofern ein Job einfach nur ein Job und nicht erfüllend/sinnstiftend ist, sieht die Sache
ganz anders aus. Im Falle einer schwereren Erkrankung alle Kräfte dafür zu verwenden,
wieder gesund zu werden, wäre auch mein Credo.

Gesundheit ist ja das kostbarste Gut!

 Lieber Squire1971,
Vielen Dank für Deine Zeilen. Du hast so Recht damit, dass manche bis zum Umfallen arbeiten und sie es leider erst zu spät merken. Du hast auch so Recht damit: im Falle einer schweren Erkrankung alle Kräfte dafür zu verwenden, wieder gesund zu werden. Leider merken viele es erst zu spät, das Gesundheit das kostbarste Gut ist.
Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend. Liebe Grüße von Andrea

Krokusse in meinen Garten

 Lieber Leopold, Du hast wirklich so Recht, dass sich jeder nur selbst kränken kann. Ich spüre, wie ich nach und nach immer mehr Gelassenheit in mich aufnehmen.
Ich hatte heute einen wundervolllen sonnigen Tag. Ich wünsche Dir einen schönen Abend . Einen lieben Gruß von Andrea

Liebe Andrea, nur weiter so…. geniesse das Leben einfach, mit jedem Atemzug, weil du hast es dir verdient …..
du bist erwacht, erwacht zu dir selbst, lächel …

wenn die Menschen dies nur spüren könnten, an sich selbst, so wie du, sie würden nicht mehr zweifeln ….
ich freue mich mit dir ….
liebe Grüße, Leopold

Dienstag, den 24.02.2015, Sport und Bewegung, Sanftes Krafttraining

Mein Leben mit Brustkrebs
Heute habe ich wieder mein Fitnessprogramm durchgezogen. Die Sonne schien heute den ganzen Tag. Das richtige Wetter zum Wohlfühlen. Ich habe heute wieder ein sanftes Kraftträning durchgeführt.
Sanftes Krafttrainig: Folgende Übungen führe ich immer an Geräten durch. Leider kann man diese Übungen nicht zu Hause alleine durchführen, da mir zu Hause die Geräte nicht zur Verfügung stehen.Ich versuche die Übungen zu Hause immer mit dem Gymnastikball und Gymnastikbändern durchzuführen.

  • Kräftigung der Rückenmuskulatur, Drücken Sie den Oberkörper aus einer leichten Vorbeugung gegen den Widerstand nach hinten. Danach den Oberkörper wieder kontrolliert nach vorne bringen (das Gewicht an dem Gerät nicht ganz ablegen)
  • Kräftigung der Armmuskulatur: Stellen Sie sich seitlich zum vor den Seilzug Stellen Sie den Seilzug so ein, dass bei angelegten Oberarm der Unterarm im 90 Grad Winkel gebeugt ist. Aus dieser Position heraus den Unterarm in Richtung Bauch führen. Danach den Arm wieder langsam in die Ausgangsposition zurückführen.
  • Kräftigung der Beine: Stellen Sie die Lehne in einem Winkel von etwa 45 Grad ein. Die Füße sind parallel auf den Fußteil, die Beine im 90 Grad Winkel gebeugt. Drücken Sie sich nun mit den Füßen langsam gegen den Widerstand nach hinten (Beine dabei ganz durchstrecken!) Danach die Beine wieder langsam durchstrecken (bis. max. 90 Grad)

Allgemeine Trainingshinweise:

  • Beginnen Sie jedes Trainingsprogramm mit einen leichten Aufwärmprogramm (z.B. 10 Min. auf dem Fahrradergometer).
  • Achten Sie bei den Übungen auf Ihre Atmung!  Halten Sie nicht die Luft an (Pressatmung), sondern atmen Sie immer mit der Belastung durch den Mund aus.
  • Stellen Sie bei jeder Übung die Füße fest auf den Boden/Gerät und richten Sie Ihren Oberkörper auf. 
  • Führen Sie pro Übung 2-3 Serien durch a 15-20 Wiederholungen durch. 
  • Beginnen Sie mit leichten Gewichten (ca. 40 bis 70 % der Maximalkraft)
  • Trainieren Sie so, dass Sie sich weder über- noch unterfordert fühlen.
  • Trainieren Sie in den ersten vier Wochen nur ein Mal pro Woche und beginnen Sie mit geringen Gewichten

Als ich heute mit meinen Sport fertig war, sprach mich ein Ehepaar aus meiner Sportgruppe an, dass Sie zur Zeit eine Sekretärin als Minijob zur Vervollständigung Ihres Teams suchen. Ich darf ja seitdem ich Erwerbsminderungsrenter bin nur noch max.3 h am Tag arbeiten. In dem kleinen Familienunternehmen wird Medizintechnik hergestellt. Morgen um 10:00 Uhr werde ich dort mal vorbei schauen und gucken, ob es das Richtige für mich ist. Dieser Minijob wäre eine riesige Herausforderung für mich, da ich ja seit meiner OP im letzten Jahr nicht mehr Arbeiten konnte. Ich bin schon gespannt, auf den morgigen Termin.

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Zietenschloß in Wustrau

Besuchen Sie doch mal unser schönes Dorf in Wustau. Ich vermiete auf unserem Grundstück direkt gegenüber vom Zietenschloss eine herrliche Ferienwohnung. Ferienwohnung Am Zietenschloß

Montag, den 23.02.2015, Wochenendauswertung

Skulptur in Wustrau “Die Seeschlacht”

Mein Leben mit Brustkrebs
Nun ist das Wochenende schon wieder so schnell vergangen. Ich muß schon sagen, dass ich am Wochenende mal mein Notebook ausgelassen haben. Es hat mir mal ganz gut getan, meine Zeit mal nicht am Computer zu verbringen. Ich habe so viele Dinge erlebt und unternommen, dass ich keine Zeit für einen Eintrag hatte.  Am vergangenen Freitag habe ich zusammen mit unserer Tochter einen richtig tollen Sandkuchen gebacken. Die beiden Sandkuchen hat sie zu ein Flugzeug verarbeitet. Sie verschenkte es an einen guten Freund zu seinen 19.Geburtstag. Der Freund will gern Pilot werden. Er hat sich sehr über den Kuchen gefreut. Es hat mir riesigen Spaß gemacht, den Kuchen zusammen mit unserer Tochter zu backen.
Am vergangenen Sonnabend bin ich einer Einladung in das Brandenburg-Preußen Museum gefolgt. Ich habe mir dort den Film “Das weiße Band” angesehen. Ich muß schon sagen, dass mich dieser Film in schwarz-weiß sehr beeindruckt hat. In diesem Film wurde die Zeit so kurz vor den 1.Weltkrieg nachgestellt. Ich muß schon sagen, dass die Kinder es damals nicht so einfach hatten. Auch die Frauen hatten kein leichtes Leben. Die Männer bzw. Väter und Lehrer waren in dieser Zeit recht streng und brutal zu den Kindern und auch Ihren Frauen. Die Frauen aus dieser Zeit sind wirklich nicht zu beneiden.
Anschließend haben wir noch bei ein Glas Wein beieinander gesessen und haben den Film gemeinsam ausgewertet.

Donnerstag, den 19.02.2015, Sonnenschein und Garten

Waldspaziergang: Erste wärmende Sonnenstrahlen

Mein Leben mit Brustkrebs

Heute früh bin ich wieder für ca. 1 h walken gewesen. Die Luft war so herrlich und die Sonne strahlte mich an. Ich fühlte mich dabei richtig frei und glücklich. Als ich wieder zurück kam, kümmerte ich erstmal um meinen Garten. Es war so herrlich beim harken, die lieben Vöglein zwitschern zu hören. Erste Schneeglöckchen und Krokusse reckten mir ihr Köpflein entgegen. Als wenn die Blumen sich auch auf die wärmenden Sonnenstrahlen freuen. Ich habe den Blumen in meinen Garten etwas Wasser gegeben. Ich glaube daran, dass die Blumen und anderen Gewächse es mir danken werden, mit einer reichlichen Blütenpracht. Mir kommen an diesen Tagen immer die Erinnerungen an meine Kindheit, die ich sehr unbeschwert verlebt habe. Meine Eltern haben immer in einer Gärtnerei gearbeitet. Ich hatte daher immer Blumen und Gemüse und andere Gewächse um mich herum. In den Sommerferien half ich auch sehr oft in den Gewächshäusern mit, und verdiente mir damals etwas Taschengeld. Meine Mutti hat immer ein riesiges Gewächshaus mit Nelken bewirtschaftet. Es was ein herrlicher Anblick diese Nelkenblütenpracht in etlichen verschiedenen Farben und Mustern. Es war ein herrliches Lebensgefühl, was ich in den letzten Jahren vor meiner Krebserkrankung immer sehr vermisst habe.  Ich war immer so sehr mit meiner Arbeit und mit meinen Aktivitäten so beschäftigt, dass ich nie die Zeit für den Garten gefunden habe. Aber nun merke ich immer mehr, dass mir diese Gärtnerei meiner Eltern sehr fehlt.

Kommentare und Post von Tomatenauge:um was man sich nicht alles Gedanken machen muss… Wellness…Saunagänge…Massagen…klingt doch total entspannend. Mache ich auch total gerne…wenn ich mal dazu komme 😉 Und nun habe ich gestern gehört, dass Krebspatienten 5 Jahre lang auf Sauna und Massagen verzichten sollten…??? Warum??? Genau diese Frage habe ich auch gestellt, denn das habe ich bisher noch nicht […]

Deine Seiten finde ich sehr interessant. Vieles erkennt man wieder. Mir erging es mit der AHB genauso.
War auf Borkum im Dezember und fand es nach 4 Tagen einfach nur herrlich. Wollte am ersten Abend eigentlich abreisen.
Lg

Mittwoch, den 18.02.2015, Aschermittwoch Beginn der Fastenzeit

Mein Leben mit Brustkrebs

40 Tage und 40 Nächte

Ich habe mit heute mal ein paar Durchhaltetipps und Motivations Tipps in unserer Lokalzeitung durch gelesen und ziehe folgende Schlüsse für mich daraus.

  • Einfach anfangen. Viele Menschen tun etwas nicht, weil sie den ersten Schritt für zu schwierig halten. Ich empfehle Gar nicht lange zu grübeln. Eine Psychologin sagte mir mal, dass ich wenn ich mir zu viele Gedanken über etwas mache, dass ruhig auf zu schreiben. Sie findet es auch sehr gut ein Grübeltagebuch zu führen bzw. einen Wecker zu stellen, um für ca. eine 1/2 Stunde am Tag zu grübeln. 
  • Den Sinn klar machen:Ich empfehle den Sinn vor den Augen zu halten. Das Fasten ist eine Zeit der inneren Einkehr.
  • Auf die eigenen Gedanken achten:Sich niederzumachen geht leicht. Um so wichtiger ist es das innere Selbstgespräch auf etwas Positives zu richten.
  • Routinen aufbauen: Am vierten Abend ohne Alkohol auch Wein zählt dazu, geht es schon leichter als am ersten Abend. Die Routine lässt sich aufbauen.
  • Nach Ausrutschern weiter machen: Beim Zusammensein doch das Glas Wein angenommen? Das ist nicht schlimm! Damit sollte keinesfalls das ganze Vorhaben abgehakt sein.
  • Gelassen bleiben: Wer das Fasten knallernst durchziehen will, leidet schnell darunter- das macht das Durchhalten schwieriger. Also ich versuche da einfach gelassen zu bleiben.

Ich versuche in den nächsten 40 Tagen mal meine persönlichen Schlüsse aus den Tipps zu ziehen. Ich werde in den nächsten Posts darüber berichten.

Auf dem Weg dahin, dass ich das schaffen könnte kann ich allen nur einige Tipps und Tricks mit auf den Weg geben. (Quelle, Fisch und Fleisch)

  • Aufgeschlossenheit: Konservatives Schubladendenken, Verschlossenheit und Ressentiment führt zu, naja, wenn überhaupt Stillstand. Aufgeschlossenheit ist daher die wohl wichtigste Grundbedingung für persönliches Wachstum. Du musst dich öffnen gegenüber neuen Denkweisen, neuen Menschen und deren Welten. Versuche jeder Situation so weltoffen wie möglich zu begegnen. Lass deine Vorurteile los und gib allem eine faire Chance.
  • Eigenverantwortung: (oder: Denk selber!) Du bist verantwortlich für Dein Leben. Nicht der Staat, nicht deine Eltern und auch nicht dein Ehepartner. Du bist der Kapitän deines Schiffes, du bestimmst wo’s lang geht und niemand anders. Das hier ist DEIN Leben! Außerdem: glaube nicht alles, was andere dir sagen, vom Fleck weg! Das schließt mich natürlich mit ein. Bilde dir deine eigene Meinung! Versuche die Dinge aus. Adaptiere. Schau, was zu dir passt und verwerfe, was nicht funktioniert. Sei kritisch. Du weißt am besten, was gut für Dich ist.
  • Veränderung
…ist die einzige Konstante. Unsere Welt ist extrem dynamisch. Setze nicht auf veraltete Denkweisen oder den einen, sicheren Job. Den gibt es nicht. Sei wandelbar und entdecke neue Seiten an dir und der Welt. Bleib flexibel und mache eine kleine “Portion” Persönlichkeitsentwicklung und Persönlichkeitstraining zu deinen tägliche Routineübungen.
  • Ausdauer
: Persönliche Entwicklung braucht Zeit. Du kannst deine Gewohnheiten und dein Wesen nicht über Nacht umkrempeln. Wie auch? Du hast dich über Jahre hinweg zu dem Menschen geformt, der du heute bist. Also sei geduldig mit dir selber. Und wenn etwas nicht beim ersten Mal funktioniert, dann bleib dran und verändere es so lange, bis es funktioniert. Gib nicht gleich auf!
  • Orientierung auf Ziele anstatt Probleme
: Jede Situation kann von mehreren Blickwinkeln gesehen werden. Tausche deine Problem- gegen eine Zielperspektive. Anstatt nach Ursachen und dem Warum? zu fragen, konzentriere dich auf Lösungen und frage dich “wie kann ich dieses Problem beheben?”. Entwickle dich hin zu einem Menschen, der generell eher das sieht, was möglich ist anstatt das, was alles nicht funktionieren könnte.
  • Es gibt keine Fehler, nur Feedback: Egal was du machst, es wird immer mal Rückschläge geben. Das ist essentieller Bestandteil jeder Entwicklung. Denn genau daraus lernst du. In diesem Sinne gibt es gar keine Fehler, sondern nur Ereignisse. Nutze dies als wertvolle Lektion, um es nächstes Mal besser zu machen.
  • Lebenslanges lernen: Leben heißt lernen und wer aufhört besser zu sein, hört bald auf gut zu sein. Wer weiterkommen will kommt nicht drum rum. Entwicklung heißt lernen. Hinfallen und aufstehen. Bleib dran, auch wenn der Weg steinig erscheint. Es gibt keine bessere Investition, als in Dich selbst.
  •  
  •  Mein Kommentar dazu in Fisch&Fleisch:
    Die 7 Grundlagen zur Persönlichkeitsentwicklung finde ich sehr gut. Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Ich kann diese Tipps und Ratschläge in meiner Situation und auf meinen weiteren Lebensweg sehr gut anwenden. Ich bedanke mich bei Dir dafür. Ich wünsche noch einen schönen Tag. Viele Grüße aus Wustrau im Ruppiner Land sendet Dir Andrea

Dienstag, 17.02.2015, Sport zum Leben, Mittagessen, Kosmetik

Winter Am Ruppiner See

Mein Leben mit Brustkrebs

Heute bin ich wieder beim Sport zum Leben gewesen. Es hat mir dort wieder sehr gut gefallen. Ich konnte mich gut mit anderen Menschen und Therapeuten austauschen. Dann ging ich dort noch Mittagessen: Hähnchenbrust, Brokkoli und Reis. Es hat mir wieder einmal sehr geschmeckt. Nachmittags war ich dann bei meiner Kosmetikerin. Ich habe mich dort auch sehr wohl gefühlt. Meine Kosmetikerin kenne ich schon seit 10 Jahren. Sie ist wie eine Freundin oder man kann auch sagen wie eine Psychologin zu mir. Ich kann mich mit ihr über alles unterhalten. Sie hat mir in all den Jahren, seit ich sie kenne schon sehr viele wertvolle Tipps Lebenstipps gegeben. Wirhaben alle möglichen Themen miteinander erörtert. Dabei habe ich die Massage im Gesicht und den Schultern und Händen sehr genossen. Meine Haut fühlt sich hinterher immer um Jahre jünger.

Montag, den 16.02.2015, Rosenmontag

Karnevalsumzug in Neuruppin NCC

Mein Leben mit Brustkrebs

Gestern nachmittag bin ich mit meinen Partner zum Karnevalsumzug nach Neuruppin. Es war ein wunderbares Wetter, Sonnenschein und die Luft war so rein. Heute habe ich auch schon eine Walking Tour hinter mir (5km schnelles Gehen). Ich fühle mich heute total fit und gut. Morgen werde ich wieder zum Sport zum Leben gehen.  Ich muß schon sagen, dass mir die Bewegung einfach gut tut.
Meine Fitnesstrainerin hat mir in der letzten Woche eine Broschüre über Bewegung bei Brustkrebs übergeben. In dieser Broschüre handelt es sich um Brustkrebs bei fortgeschrittenen und metastisierenden Stadium. Dr. Freerk Baumann von der Sporthochschule Köln emphielt dass Bewegung und körperliche Aktivitäten auch bei Brustkrebspatientinnen im fortgeschrittenen Stadium. Die Zeiten, in denen man bei bestehenden Metastasen absolute Ruhe und Schonung verordnet hat, sind vorbei. Die Folgen eines Bewegungsmangels merken wir häufig erst dann, wenn wir uns tatsächlich nicht mehr bewegen dürfen. Nicht nur unsere Knochen und Muskeln erleben eine physologische Anpassung (Knochen- und Muskelschwund), sondern auch unsere Psyche:

Wir fühlen uns schlapp, unausgeglichen und müde. Wer kennt dieses Gefühl nicht?

 Oft führen körperliche Aktivitäten im Zusammenhang mit Metastasen in der Regel zu einer großen Unsicherheit, nicht nur auf Seiten der Patientin, sondern auch seitens des Arztes und des Therapeuten. Man hat zu große Angst, dass sich die Situation noch verschlimmert, sich das Risiko an Knochenbrüchen noch erhöht oder zu hohe Belastungen Auslöser akuter Atemnot bei Lungenmetastasen bzw. krampfartiger Anfälle bei Hirnmetastasen sein können.

Mit der Broschüre soll gezeigt werden, dass körperliche Aktivität das Gegenteil bewirken kann und einen positiven Effekt auf das allgemeine Wohlbefinden haben kann.

Leben ist Bewegung, Bewegung ist Leben.

 Warum Bewegung gut tut

  1. Bewegungsmangel führt zu einer Verschlechterung des Leistungszustandes
  2. Ist die Mobilität erst verloren gegangen, stellen sich die bekannten Zeichen einer Kreislauflabilität, Atemnot, Muskel- und Gelenkschmerz oder als schwerwiegende Folge die Lungenentzündung ein.
  3. Bewegen Sie sich so, wie Sie sich wohl fühlen!
  4. Hilfreich ist für den Einstieg, zunächst einen erfahrenen Therapeuten zu Rate zu ziehen. 
  5. Ein wichtiges Ziel körperlicher Aktivität, die Lebensqualität zu verbessern und zu stabilisieren.

Also ich für meinen Teil habe auch innerhalb von kürzester Zeit gemerkt, dass mir die Bewegung sehr guttut. Ich merke das auch, weil ich immer nach dem Sport gut gelaunt und munter bin und es mir viel besser geht.  Meine Lebensqualität hat sich deutlich gebessert. Meine Bewegung hilft mir “gut bei Kräften zu bleiben” . Mein Herz- und Kreislaufsystem kann ich nun anhaltend stabilisieren. Ich profitiere auch auf der psychosozialen Seite.

Ich bleibe mobil und tanke Selbstbewusstsein.

 Ich wünsche allen Lesern und Schreibern noch einen schönen Rosenmontag. Viel Spaß beim Feiern.

Freitag, den 13.02.2015, Gehirn und Psyche Teil 3

Schwan auf den Ruppiner See

Mein Leben mit Brustkrebs

  1. Kommentar bei fischundfleisch auf mein Post von Gestern von L:

Für mich steht es schon lange ausser Zweifel, dass jede Krankheit von unseren Gedanken kommt, und daher auch heilbar ist, aber nur von einen selbst, oder wenn man 100% der Medizin oder dem Arzt vertraut.
Demenz bekommen die Menschen, die alles immer aus Gewohnheit machen, also nicht nachdenken, bei ihrem Tun …..
und wenn sie dann doch mal zu denken beginnen, haben sie alles vergessen, weil ihr Leben nur auf Gewohnheiten, ohne viel Denken aufgebaut war ….
ich habe dies bei mir selbst mal erlebt, und erkannt, warum ich dies vergessen habe … weil es eben nur Gewohnheit war ….
Schizophrenie kommt davon, wenn man nicht weiss, dass es im Prinzip normal ist, dass man 2 Stimmen im Kopf hat, mann muss nur lernen, auf die richtige zu hören …

  1. Der “innere Orkan” welchen Dein Schreiben in mir – kurzfristig – auslöste, ist verstummt.

Was sage ich Dir nun? Wo beginne ich? Bei Deinerm Karzinom? Bei Deinem Bruder? Soviel – zu aller Anfang: es ist etwas “Großes”, dass Du für Deinen Bruder “da” bist.
Wenn er sich “wieder spaltet” – so ist diese Phase wohl sehr schwer für Dich hinzunehmen, zu ertragen und wohl auch schwer zu verarbeiten.
Ich will nun meine Worte “bedacht” wählen. Denn, auf einer anderen Ebene würde ich Dir vieles mitteilen wollen.
Doch, es ist Dein Weg …. Und. Wiederum sage und meine ich es auch so: “wir” sind da!
“Früher” – übrigens auch heute noch – kommunizier(t)en Menschen “telepathisch”. In Australien findet man bekanntermaßen solche Menschen. Heute noch. Aber, auch andernorts….. Auch heute! Kennst Du das Geschehnis? Du denkst an jemand – und dieser kontaktiert Dich? Oder vice versa. Telefonisch oder auf einem anderen Weg. Dies geschieht in einem kurzen Zeitraum. Still ahnt man von dieser “Magie der Verbundenheit.” Es sind “Aufflackerer” unserer “alten Fähigkeiten”. Heute haben wir das Medium Internet. So. In jenem Fall. Dem unsrigen. Nützen wir dies nun. Auf jener “Kommunikationsebene können wir uns, unsere Loyalität füreinander gegenseitig versichern. Jene, auch tatsächlich “ins Leben zu rufen” ist nochmals ein weiterer Schritt. Einige würden diesen gehen. Dessen bin ich mir sicher. Wo fangen “wir” – jetzt – an?
Scheint dort, wo Du wohnst / lebst auch die Sonne? Bei uns schon! Wolkenloser, sattblauer Himmel – überall, da oben. Eine hohe weiße Schneedecke funkelt (himmlisch *) und steht der “blauen Schönheit Himmel” in nichts nach. (*himmlisch: tja, die Beiden “ergänzen” sich – es sind die Sonnenstrahlen, welche die Schneekristalle funkeln lassen). Erste Vogelgesänge sind zu hören. Die Sonnenstrahlen wärmen bereits und “die Luft” flüstert: “der Frühling ist da”.
Geh “raus” – es genügt, wenn es vor die Tür ist, oder wenn Du Dich schwach fühlst – öffne das Fenster. Schließ die Augen – und “verlier” Dich – im Fühlen der warmen Sonnenstrahlen, im Riechen…. wie riecht es denn bei Euch? Nach Schnee? Nach feuchter Erde? … Und lausche, was “das Leben da draußen” Dir erzählt.
Schick Deinen Geist mal kurz (er plappert ja fast unaufhörlich) in die “Pause”. Nur einen “Augen-blick”…
Sich aufzumachen, um “etwas zu ergründen – zu ent-decken” – kann verwirrend sein. Es braucht Zeit.
Die passenden “Schuh” und welchen “Wanderstock” Du wählst – ist Deine Entscheidung. Auswahl ist vorhanden. Du wirst noch vor vielen Möglichkeiten stehen. Und, so manche ausprobieren. Keine falsche Entscheidung – ist “falsch”! Es ist ein Teil Deines “Lebenspuzzles”.
Ich überlege…. Empfehlen würde ich Dir das Buch: “Jetzt – die Kraft der Gegenwart” von Eckhart Tolle. Für den “Anfang”… Magst Du Khalil Gibran? Ich denke, ich sollte “etwas” von ihm zitieren. Als Labsal, sozusagen.
Was noch? Was würdest Du von einer Familienaufstellung (bitte geführt von einem “Profi”) halten? Dein Bruder und Du- und Eure “Ahnen” sind miteinander (in 1ter Instanz) verbunden. Desweiteren sind wir es alle. Doch, sei nicht ängstlich!
Du bist auf der Wanderschaft… und wir winken Dir zu. Freundlich! Und nehmen Dich auf…. wenn Du mal nicht weiterkannst…
Durch dieses Leben zu gehen, geboren zu werden, zu “sein” und zu sterben… darf jeder von uns für sich. Umgeben von allem und somit stets “all-eins”.
Khalilg Gibran: “Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.
Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin, auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.
Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie…..
PS: ich werde Helfer “holen”.

Diese Worte haben mich ziemlich berührt:
Liebe C., lieber L. vielen Dank für Eure lieben Worte, die mich sehr berührt haben. Ich konnte nicht schlafen. Mein Gehirn und meine Gedanken sagten mir, da sind Menschen irgendwo da draußen, die an mich glauben und an mich denken. Ich muß das wohl irgendwie gespürt haben. Die letzten Tage waren ziemlich aufregend für mich. Aber ich bin auf einen positiven Pfad. Ich walke jeden Tag 1 bis 2 Stunden, um an der frischen Luft über alles nachzudenken. Ich wünsche Euch allen eine Gute Nacht.

Ausschnitte aus Emails an Jessica Wagner Buch Narbenherz: Die Geschichte von Jessica Wagner habe ich in dem Buch von Narbenherz gelesen, dass ich jeder Frau oder auch Mann sehr empfehlen kann. Narbenherz

Liebe Jessica, ich habe Dein Buch angefangen zu lesen. Es gefällt mir ganz prima. Ich bewundere Dich für Dein Mut, die Reise Deines Lebens anzutreten.
Meine Gedanken zum Buch Narbenherz von Jessica Wagener.: Ich finde es ganz prima, dass Jessica in die Welt hinauszog, um die Welt zu sehen und den Krebs zu vergessen. Dieses Buch ist eine unterhaltsame Reise zu sich selbst. Sie sagt sich noch während der Chemo: Wenn ich das überstehe, vergeude ich keine kostbare Zeit mehr. Und so begibt sie sich auf die Reise ihres Lebens. Doch nicht nur die Angst vor der Krankheit reist mit, sondern auch ihr gebrochenes Herz heilt unterwegs nicht so leicht wie gedacht. Ich bewundere die Autorin für Ihren Mut, die Welt alleine zu erkunden. Auch ich habe manchmal schon überlegt mich auf so eine Reise des Lebens zu begeben. Leider habe ich nicht genug Mut, dass auch umzusetzen. Daher belese ich mich lieber in solchen schönen unterhaltsamen Büchern und lasse meine Phantasie spielen und stelle mir in Gedanken, die Umgebung der Schauplätze vor. Desweiteren schwelge ich in Erinnerungen und denke an meine Reise 1992 nach Florida und auch unsere anderen Reisen nach Mallorca, Kreta, Türkei, Bulgarien und natürlich auch die Ostsee. Mir kommen da soviele Gedanken darüber, was in meinen Leben alles schon so passiert ist.
Phantasiereisen, Heilen und Leben.