Dienstag, den 25.08.2015, Rudern gegen Krebs

Ausschnitt aus der Märkischen Allgemeinen vom 25.08.2015

Zum 8. Mal Rudern gegen Krebs Hartes Training für Neuruppiner Regatta

Am 5. September werden 95 Ruderboote für den guten Zweck auf dem Ruppiner See zu Wasser gelassen. Gemeinsam geht es dann gegen den Krebs. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Besonders ins Zeug legen sich die Anfänger, darunter mehrere Krebspatienten. Sie schöpfen durch den Sport neue Kraft.

Rudern mit: Leokadja Zabel, Annette Berg, Trainer Patrick Leck, Andrea Voß und Norbert Groß (v.l.). Quelle: Peter Geisler
Neuruppin. Am Anleger des Neuruppiner Ruder-Clubs herrscht derzeit Hochbetrieb. Zehn Tage vor der Regatta „Rudern gegen Krebs“ geht es am Ufer des Ruppiner Sees zu wie in einem Taubenschlag. Pausenlos werden Doppelvierer zu Wasser gelassen, von den Ruderern und Trainern in Beschlag genommen und mit viel Enthusiasmus in Gang gesetzt. Nach anderthalb Stunden kehren die Teams ausgepowert und zufrieden an den Anleger zurück.„Es geht hier wie am Fließband zu“, sagt Patrick Leck mit einem Schmunzeln.
Leck ist einer von vielen Trainern, die ehrenamtlich die Mitfahrer betreuen. Zwar gehen bei der Regatta auch geübte Teams an den Start, doch gerade für die Anfänger sind die drei gemeinsamen Übungseinheiten im Vorfeld wichtig. „Es geht darum, dass die Anfänger erst einmal die Bewegungsabläufe trainieren und dass sie ein Gefühl für das Boot bekommen“, sagt der Coach. Nachdem Leck in den vergangenen Jahren bei der Regatta noch auf dem Steg geholfen hat, ist er nun darum bemüht, den Ruderern beizubringen, wie sie beispielsweise eine Wende auf dem Wasser hinbekommen.
Lecks Schützlinge sind von seiner Art begeistert. „Er bringt sehr viel Geduld mit, ist kompetent, ruhig und ausgeglichen“, schwärmt Annette Berg. „Es ist toll, was er uns Laien beibringt.“ Berg sitzt in einem von sechs Booten, die Leck betreut – in einem Patientenboot. Gemeinsam mit Andrea Voß, Norbert Groß und Leokadja Zabel trainiert sie für das große Ziel, die 430-Meter-Strecke am 5. September vor dem Bollwerk mit möglichst wenig Schlägen zurückzulegen.
Zahlreiche Teams trainieren derzeit mit Doppelvierern auf dem Ruppiner See
Zahlreiche Teams trainieren derzeit mit Doppelvierern auf dem Ruppiner See.
Quelle: Peter Geisler
Leokadja Zabel war bereits in den vergangenen beiden Jahren bei „Rudern gegen Krebs“ dabei. Vor vier Jahren bekam sie die Nachricht, an Krebs erkrankt zu sein, seitdem kämpft sie dagegen an. Rudern ist für sie eine Möglichkeit, neue Kraft und neues Selbstvertrauen zu schöpfen, sagt sie.

„Du merkst plötzlich, dass du ja doch wieder zu etwas zu gebrauchen bist“, beschreibt Zabel ihre Erfahrungen nach der ersten Regatta. Es sei unglaublich wichtig, an sich zu arbeiten, sich Ziele zu setzen und sich nicht gehen zu lassen,

so die Bechlinerin. Parallel nimmt sie am Reha-Sport an den Ruppiner Kliniken teil, doch die verschriebenen Einheiten laufen bald aus. Zabel hofft deshalb um so mehr, Sport im Privaten weitermachen zu können.

Rudern sei eine Möglichkeit, auch wenn ihr die Einheiten manchmal schwer fielen. An Tagen, an denen es nicht so laufe, sei es einfach gut, Teil des Teams zu sein.

 „Ich denke nur positiv und versuche, auch den anderen zu helfen“

, sagt die 79-Jährige. So liegt es Zabel am Herzen, sich fortlaufend mit anderen Betroffenen über Krebs auszutauschen. Sie hofft, eine Art Selbsthilfegruppe in Neuruppin zu gründen, um im kleinen Kreis Ratschläge zu teilen und zu erhalten. „Auch die Familien müssen informiert werden“, sagt Zabel, „sie müssen ebenfalls lernen, damit umzugehen.“

Von Mischa Karth

Mein Leben mit Brustkrebs
von Andrea Voß überarbeitet.

fischundfleisch Donnerstag, 27 August 2015

Du bist ein toller, beeindruckender Mensch, Andrea! Wir twittern den Beitrag heute gleich raus! Alles Liebe und weiter so!!
Silvia

 Geschrieben von Leopold Scharf am Donnerstag, August 27, 2015
Liebe Andrea

Wie wunderschön es ist, von dir wieder zu lesen, weil ich freue mich da immer wieder sehr darauf, :):).
Dieser Artikel, wo du dein Sein eingeflochteh hast, der ist so wunderbar bezeichnent für dich, wie du nun mit deiner “Krankheit”, die dich so gezeichnet hatte, umgehst. Du bist so ein tolles Vorbild, sowie diese Worte jener 79 jährigen Frau: „Ich denke nur positiv und versuche, auch den anderen zu helfen“.
Und auch wenn man es hier nich glauben will, auf Fisch und Fleisch, nur durch unser positives Denken, kommen wir aus all dem Schlamaseln raus, denn wir uns letzten endes eigentlich selbst eingebrockt haben .
Danke für deinen wunderbaren Beitrag, und deine Ermutigung, die du mir dadurch aussprichts, nicht aufzugeben, und den Menschen vor Augen zu führen, es kommt auf unser positives Denken an. Liebe Andrea, ich wünsche dir noch viele Spass, viel Glück und einen tollen Start bei diesem Rundern, gegen den Krebs. :):)

PS: Eins ist für mich klar, mit so einer positiven Einstellung, da hat die Krankheit schlechte Karten bei dir :)

:) 

Lieber Leopold,
ich habe mich total über Dein Kommentar gefreut. Ich freue mich sehr von Dir zu hören. Du hast mir schon eine ganze Menge Mut gemacht, dass ich mit meiner positiven Einstellung auf dem richtigen Weg bin. Das merke ich total. Ich kann Dir und den allen wirklich auch eine tolle Nachricht machen. Das Ergebnis meines letzten Szintigramms ist viel besser ausgefallen. Es waren bei der Auswertung viel weniger Knochenmetastasen zu sehen, als noch vor einen Jahr. Ich bin so glücklich darüber.
Auch Leo, die 79-Jährige Frau denkt sehr positiv und ich glaube auch ganz fest daran, dass es wichtig für unsere Heilung ist. Sie ist ein großes Vorbild für mich. Liebe Grüße und noch einen schönen Abend für Dich und die Anderen.
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Von AndreaVoss

Ich heisse Andrea Voß und wohne im Zietendorf Wustrau.

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